Demodex Canis

Die Demodex Milbe besiedelt die Haut eines jeden Hundes (lebt in der Haut und stört den Wirt normalerweise nicht). Ist indes das Immunsystem eines Hundes massiv gestört, so kann es zur massenhaften Vermehrung dieser Milben in der Haut kommen, es ist aber dennoch nur wenig mit Juckreiz (anders bei der Räudemilbe) verbunden. Die juvenile oder „nicht generalisierte“ Demodex betrifft häufig jüngere Hunde und zeigt sich kurz in kahlen oft kreisrunden Stellen, oft an den Vorderläufen und brillenförmig rund um die Augen des Hundes. Die Haut reagiert mit Haarverlust an den begrenzten Stellen, sowie mit eitrigen Veränderung. Auch diese Form gehört in die Hände eines erfahrenen Tierarztes, heilt aber mittels hoher Vitamingaben und chemischer Waschungen oder aber sogar von selbst relativ rasch wieder aus.

Dennoch ist diese Form wiederholbar, oft in Zeiten z.B. der Läufigkeit oder nach Infektionen. Der Behandlungserfolg ist gut. Anders bei der „generalisierten“ Form von Demodex canis. Auch sie beginnt oft wie oben beschrieben, breitet sich dann aber auf den gesamten Körper aus. Häufigst betroffen sind der ganze Kopf, die kompletten Vordergliedmaßen, die kompletten Flanken, sowie der Zehen und Zwischenzehenbereich (der Hund kann dann wegen der Schmerzen nicht mehr laufen). In Verlauf der Erkrankung beginnt die Haut nach Verlust der Haare (Alopezie) großflächig zu eitern in Form von aufbrechenden Eiterpusteln.Auch körperlich fühlt sich der Hund nicht mehr gesund und verliert seine komplette Lebensfreude und Agilität. Erst die Entzündungen der Haut verursachen dann Juckreiz und Schmerzen. Nachdem das fast völlig versagende Immunsystem dafür verantwortlich ist, begrenzt sich die Behandlung auf den Aufbau desselben über hohe Vitaminzugaben (meist gespritzt) sowie die Behandlung mittels Bad mit nur zwei zugelassenen Mitteln.

Ebenfalls können Medikamente oral eingegeben werden (ist nicht überall in Europa erlaubt). In allen Fällen sind die Medikamente mit denen der Hundehalter dann täglich hantieren muss und in Hautkontakt kommt hoch toxisch und leberschädigend – nicht nur beim Hund sondern auch beim Anwender. Persönliche Schutzmaßnahmen müssen also unbedingt eingehalten und im Haushalt lebende Kinder ferngehalten werden! Eine Kastration des Hundes könnte hormonelle Imbalancen, welche wieder einen erneuten Schub auslösen könnten vermeiden, allerdings kann die Operation so nachhaltend auf das Immunsystem wirken, dass ebenfalls ein erneuter Schub erwartet oder befürchtet werden muss. Das muss also im Einzelfall mit dem Tierarzt abgewägt werden. Zeitlebens muss ein solcher Hund – falls es gelungen ist die generalisierte Demodex einzudämmen im Bezug auf den Erhalt des Immunsystems gesondert gehalten werden!

Es kann aber jederzeit wieder zum Ausbruch der Krankheit kommen. In etlichen Fällen erreicht man dennoch nicht das Ziel der Heilung, was nach einer langen Leidenszeit des Hundes (und des Halters) dann immer die Euthanasie bedeutet. Beim Do Khyi ist diese Form immer wieder einmal bekannt geworden, speziell aus „Hochzuchtlinien“ welche einen sehr hohen Ahnenverlust aufweisen.

Der Ahnenverlustkoeffizient, welcher für jeden Züchter bei jeder geplanten Verbindung recht einfach auszurechnen ist würde diese „Inzuchtdepression“ durchaus verhindern. Bücher über Hundezucht, welche das Procedere aufzeigen gibt es in qualitativ guter Anzahl auf dem Markt. Auch in letzter Zeit spielte die Demodex canis beim Do Khyi in Deutschland wieder eine „aufdringliche“ Rolle und es sollte bei der Auswahl von Zuchthunden nicht nur auf die Qualitäten als „Multichampion, Ausstellungssieger, und Weltsieger“ erhöhter Wert gelegt werden. Champion x Champion = Championatszucht hat in der gesamten Vergangenheit der Hundezucht noch nie automatisch Champions ergeben, aber sehr oft Tiere mit Erkrankungsdispositionen der verschiedensten Art.

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