medizinisches

An dieser Stelle möchten wir über Besonderheiten in Bezug auf die medizinische Versorgung und Behandlung von Do- Khyi, sowie einige Dispositionen hinweisen, die wie in fast jeder Rasse auch beim Do- Khyi vereinzelt anzutreffen sind. Dieses Thema befindet sich in ständiger Bearbeitung:

Do- Khyi haben im direkten Vergleich zu mitteleuropäischen Hunderassen einen deutlich abweichenden Stoffwechsel. In ihrem Heimatland werden die Hunde oft ganz anders ernährt als in unseren Breiten. Auch entwickeln sich Do- Khyi deutlich langsamer als andere Hunderassen. Rüden benötigen oftmals  5 Jahre bis zum Abschluss ihrer Entwicklung, manche entwickeln sich sogar mit ca. 7 Jahren noch weiter. Hündinnen etwa 3- 4 Jahre. Aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels wird die angebotene Nahrung auch besser verwertet. So benötigt ein Do- Khyi auch geringere Portionen als andere Hunde dieser Größe u. Gewichtsklasse.       

Daraus abgeleitet hat sich gezeigt, dass bei Behandlungen oft verabreichte Betäubungsmittel in deutlich geringerer Dosis bemessen sein müssen, will man den Hund nicht umbringen. Grundsätzlich gilt dies bei fast allen Medikamentengaben die dem Do- Khyi verabreicht werden sollen, zu berücksichtigen.     

Wir werden auf dieses sehr wichtige Thema zu einem späteren Zeitpunkt aber noch näher eingehen.        Zunächst wollen wir an dieser Stelle die wichtigsten gesundheitlichen Probleme der Rasse ansprechen. 

So wie bei allen Hunderassen finden sich alle gesundheitlichen Probleme und Beeinträchtigungen natürlich auch bei den Do- Khyi wieder. In anderer Gewichtung allerdings. Die wie bei anderen großen und schweren Hunden so oft diagnostizierte HD ist innerhalb der Do- Khyi leider auch schon gehäuft anzutreffen.  Auch halten sich das Vorkommen von [Entropium] und [Ektropium] ( Augenlidserkrankungen ) in überschaubaren Grenzen. Allerdings vergrößert sich auch hier die Zahl der davon betroffenen Tiere. [Demodex canis] ( eine Hauterkrankung ) wird auch immer wieder innerhalb bestimmter Linien diagnostiziert. 

Zudem sind innerhalb einiger Linien überdeutlich knochenschwache Hunde zu beobachten. Nur durch überdosierte Zugaben von Muschelextrakt ist bei den betroffenen Welpen eine gesundheitlich unbedenkliche Ausbildung des Knochengerüstes möglich.  Ein weiteres relativ oft innerhalb der Rasse anzutreffendes Symptom sind niedrige Werte der  Schilddrüse – Schilddrüsenunterfunktion [Primäre Hypothyreose]. Leider wurden die von der Veterinär – Behörde angelegten Richtwerte aus einer Studie mit der Rasse Beagle abgeleitet und sind daher nicht unbedingt für unsere Rasse wirklich aussagekräftig.  Danach liegen viele Do- Khyi an der unteren Grenze des veranlagten Richtwertes. Eine private Studie hat ergeben, dass dies aber selbst bei Importhunden oft schon der Fall ist. Insofern können Befunde die im Bereich des unteren Richtwertes liegen als unbedenklich betrachtet werden. Eine Schilddrüsenunterfunktion äußert sich bei Do- Khyi durch eine deutliche Einschränkung der sonst sehr ausgeprägten Agilität der Hunde. Betroffene Hunde sind sehr ruhebedürftig, wenig lauffreudig und wirken vom Wesen her etwas stoisch. 

Leider ist seit etwa 10-12 Jahren auch zu beobachten, dass zunehmend mehr Do- Khyi an [Epilepsie] erkranken.  

Vorweg sollte aber gesagt sein, dass das Vorkommen der oben beschriebenen Krankheiten natürlich nicht ausschließlich durch die jeweiligen Züchter verursacht wurde. Diese Krankheiten kommen in allen Hunderassen und seit allen Zeiten vor, selbst bei Wildhunden und dem Stammvater aller Hunde, dem Wolf  – bis zum heutigen Tage. So ist das Vorkommen der genannten Krankheiten also bis zu einem gewissen Punkt durchaus als natürlich zu bezeichnen. In der freien Natur reguliert sich dies über die natürlich Auslese weitestgehend. Bei Epilepsie ist dies jedoch auch dann kaum möglich, da auch bei einem genetisch belasteten Wolf eine Verpaarung oft längst stattgefunden hat, bevor dieser dann selbst an der Krankheit tatsächlich erkrankt und eventuell dieser später erliegt.  In der Rassehundezucht vervielfacht sich dies Problem, da ein Deckrüde oder Zuchthündin oftmals schon mehrfach eingesetzt wurde, bis diese Disposition über die Welpen und/oder über die Erkrankung des Zuchttieres selbst auffällig wird. 

Da es relativ leicht möglich ist, Träger des Epilepsie – Gens in der Hundezucht einzugrenzen und von der weiteren aktiven Zuchtverwendung auszuschließen, sollte dies einer der vordergründigen Bemühungen eines jeden Züchters und der verantwortlichen Verbände und Vereine sein.  

In der Realität wird dies jedoch viel zu wenig berücksichtigt, gänzlich ignoriert oder es wird in nicht wenigen Zuchtlinien schlichtweg verschwiegen, dass die Disposition auch bei den dortigen Zuchttieren auftrat. Im Ergebnis ist die sehr kleinePopulation des Do Khyi weitreichend mit Trägern des Schadgens belastet, nicht allenortes wird dies jedoch tatsächlich auffällig.

Stattdessen „verschwanden“ weite Teile des Populationsbestandes aus der Zucht. 

Junghunde die im ersten Lebensjahr noch sehr zuversichtlich angekört werden, erscheinen nie wieder in nationalen oder internationalen Ausstellungslisten oder gar Deckmeldungen, werden obwohl diese als typvoll erkannt wurden, nie in der Zucht eingesetzt.

Warum?

Angesichts des recht kleinen Bestandes an Zuchtfähigen Hunden und dem Bemühen um eine möglichst breite genetische Varianz innerhalb der Population, ist dies absolut nicht zu erklären.

Manchmal wechseln auch überraschend schnell die Besitzer solcher Hunde, ohne trifftige Begründungen und immer mit dem Resultat, dass die gesundheitliche Verfassung der davon betroffenen Tiere fortan nicht mehr Gegenstand einer dazu notwendigen Diskussion oder gar der Aufklärung des Hintergrundes dienen könnte.

So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass in den vergangenen Jahren diverse Zuchttiere in frühem Lebensalter an spontan auftretenden, offiziell ganz anders benannten Erkrankungen verstarben, oder bei rätselhaften Unfällen ihr Leben liessen. Mit dem geschilderten Hintergrund wundert es mich jedenfalls wenig, wie viele Hunde in den letzten Jahren „überfahren wurden“, an irgendwelchen „Vergiftungserscheinungen“ verstarben oder sonstwie aus der Zucht verschwanden.

Weiter möchte ich dies Thema an dieser Stelle nicht ausführen.

Ein Beispiel:

Was bei uns dazu tatsächlich (national) bekannt wurde ist verschwindend gering, aber selbst dann wurde mit der Angelegenheit nicht mit der nötigen Sorgfalt umgegangen, es erfolgten keinerlei Massnahmen. Der untere Hund Buddha wurde vom zuständigen Verein trotz positivem Befund, nie als Deckrüde für die weitere Zucht gesperrt, seine Nachfahren ebenfalls nicht.

Dies ist aus züchterischer und populationsgenetischer Sicht geradezu fahrlässig.

Im Ergebnis werden im benachbarten Ausland ungehindert sämtliche Nachfahren weiterhin zur Zucht verwendet. Auch dazu hier ein Beispiel das immerhin fünf Jahre später mit einer nicht mehr zu überbietenden Deutlichkeit aufzeigt, dass weder Züchter noch Vereine, noch die übergeordneten Verbände sich mit der nötigen Sorgfalt dieses Themas angenommen haben – und dies wohl auch künftig nicht beabsichtigen.

An anderen Stellen dieses Blog wird ebenfalls Bezug zu diesem Thema hergestellt, denn Buddha ist wie gesagt längst kein Einzelfall mehr, aber eben eines der wenigen Beispiele wozu sich die betroffene Besitzerin an die Öffentlichkeit wandte. Andere Besitzer ebenfalls erkrankter Hunde, tun dies leider nicht und unterstützen damit indirekt die weitere, bisher ungehinderte züchterische Verbreitung des Schadgens. 

Buddha während eines Anfalls! Das Video und der untere Befund wurden von Connie Weber, Stuttgart bereit gestellt.

Innerhalb der Unterseite zur Epilepsie gehe ich auf die Krankheit selbst etwas näher ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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