HotSpot: Mangelnde Kompetenz bei einigen Züchtern:

Der untere Seiteninhalt stammt aus dem Vorgängerblog, April 2007 und verdeutlicht, warum in der hobbymässigen Hundezucht so einiges im Argen ist:

Kaum das ein Züchter einige Würfe hinter sich gebracht hat mutieren die besonders Eifrigen unter ihnen zu Fachleuten, Kynologen oder gar Genetikern, tatsächlich scheinen bei mancher Person jedoch noch nicht einmal die Grundsätze nach Mendel wirklich gefestigt zu sein? Der VDH bietet umfassende Fortbildungsmassnahmen für seine Mitgliedsvereine, dort scheint man jedoch eher durch stetige Abwesenheit geglänzt zu haben. 

Das Thema des unteren Beitrages ist die Idiophatische Epilepsie.

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Lieber Leser, im Internet stand vor wenigen Tagen folgendes zum Thema idiophatischer Epilepsie zu lesen, Zitat:

Bei meinen Studien bezüglich der Epilepsie innerhalb verschiedener Rassen bin ich darauf gestoßen, daß mit der Veränderung zu bestimmten Kopftypen jeweils nach homozygoter Verfestigung beinahe zeitgleich Formen der Epilepsie auftauchen. Zur Zeit erstelle ich eine fotodokumentarische Entwicklungsübersicht für die Rassen Groendael, Bordercollie, Golden Retriever und natürlich auch den Do Khyi. Diese Daten gehen dann in verschiedene Epistudien ein und werden versuchsweise in eine geschlossene Datenbank eingespeist. Sollten die Anhaltspunkte sich verdichten, wird man den sogenannten Umkehrschluß innerhalb einer betroffenen Linie durch eine Zuchtstudie führen können. Hierbei erfolgt die Selektion ausschließlich nach Kopftypus. Eine Zusammenarbeit wäre natürlich wünschenswert, ist aber leider wohl nicht möglich.

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Wow, man könnte glatt glauben Frau „Genetikerin“ wüsste tasächlich wovon sie da redet?

Speziell dieser Text ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie unsinnig und bedenkenlos es ist bzw. sein kann, wenn sich Laien in Bezug zu den biologischen und kynologischen Hintergründen, mit massivem Bildungsdefizit und völligem fehlen einer entsprechenden Ausbildung mit einem Thema solcher Tragweite und Brisanz beschäftigen. Die Autorin ist Hundezüchterin, eine Person also die mehr oder weniger kontrolliert ihren Hunden die Paarung gestattete, mehr nicht. Zudem gelang selbst dies offenbar nur ungenügend, denn der gleichen Person wurde im letzten Herbst die Kennelkarte durch den FCI wegen entsprechend negativer Vorkommnisse eingezogen. Die gleiche Autorin schreibt an anderer Stelle im Internet den Satz: Herzlich Willkommen zur Studie über die ideopahtische bzw. erbliche Epilepsie beim Do Khyi… Wie das Wort: „ideopahtische“ richtig geschrieben wird, ist weiter oben im Titel dieses Textes nachzulesen.

Man beschäftigt sich im Ergebnis beim Verfassen des Textes also mit einem Thema, dass man noch nicht einmal in der Lage ist richtig zu schreiben.

Zur Erklärung: Idiopathische Epilepsie Unter idiopathisch (aus dem griechischen: idios = von Natur aus, angeboren:

…auch dies ist nach meinem Eindruck stellvertretend für die gesamte fachliche Kompetenz die beim Verfassen des Textes eingebracht wurde.

Was mich betrübt ist die Tatsache, dass in der Hundeszene kaum Personen integriert sind, denen diese Umstände auffällig werden. So glauben sicher auch einige Wenige solch einer Interpretation der zugrundeliegenden Zusammenhänge.
An welcher Hochschule wurden diese Studien durchgeführt? 
Oder handelt es sich bei diesen Studien um den Versuch mittels eines Pendels, das über aus der Stadtbücherei ausgeliehenen Fachbüchern kreist, festzustellen wodurch die Disposition ausgelöst wird?
So oder so ähnlich müssen wohl „Studien“ durchführt werden die ein Ergebnis vorweisen, wie es oben so eindrucksvoll abwegig beschrieben wurde. Dabei werden möglicherweise schnell in der Vorbereitung ein paar Fachbegriffe nachgelesen ohne deren Bedeutung bisher verstanden zu haben.
Dies ist zumindest mein Eindruck, den ich mit dem folgenden Absatz zu erklären versuche.
Im oberen Text steht:
… Bei meinen Studien bezüglich der Epilepsie innerhalb verschiedener Rassen bin ich darauf gestoßen, daß mit der Veränderung zu bestimmten Kopftypen jeweils nach homozygoter Verfestigung beinahe zeitgleich Formen der Epilepsie auftauchen.
Die Veranlagung zur erblichen Epilepsie soll also von der Veränderung der Kopfform der Do- Khyi abhängen…
Noch einmal:
An welcher Hochschule fanden die Studien statt, welche Fachausbildung bzw. aus welcher Fachkompetenz leitet der Verfasser der Zeilen seine „gesicherten Ergebnisse“ ab?

– zum einen frage ich mich wo diese angebliche Veränderung der Kopfform den stattgefunden hat?, wenn selbst sehr alte Bilddokumente klar zum Ausdruck bringen, dass die Kopfform der Population nahezu identisch zu Tieren aus dem vorigen Jahrhundert geblieben ist

– weiterhin stellt sich mir die Frage wie solch eine „Studie“ durchgeführt wird, um nachvollziehbare, gesicherte Erkenntnisse zum angeblichen Ergebnis zu haben?

Ich habe den Eindruck, dass der Autor der oberen Sätze nicht im Geringsten weiss, wovon er eigentlich redet und schreibt. Anders sind mir diese Sätze nicht erklärbar.

Grundsätzlich kennt man Mutmassungen solcher Art auch aus der älteren und neueren Geschichte:

– die Erde muss eine Scheibe sein, da sonst die Australier auf dem Kopf stünden..

– blonde und blauäugige Menschen sind intelligenter und nur diese sollten sich fortpflanzen

– Menschen mit hoher Stirn sind besonders intelligent… und so weiter…

Nach ähnlich kompetenten „Weissheiten“ sind Frauen mit dunklen Augen aber auch Hexen und gehörten in früheren Jahrhunderten nach damaliger, weit verbreiterter Ansicht auf den Scheiterhaufen.

Auf Basis mit solcher Fachkompetenz verfassten Mutmassungen – denn selbst zu einer Theorie fehlt jeglicher reale Sachbezug, kann alles was weiterhin von dieser Seite zum Thema eingebracht wird nicht mehr ernst genommen werden. Einem möglicherweise unbedarften Leser gegenüber, halte ich die Verbreitung solcher intellektuellen Fehlleistungen für unverantwortlich.

Ein gewissen Herr Münchhausen konnte auf halben Pferden reiten und auf Kanonenkugeln fliegen…

So bildet sich offenbar mancher Do- Khyi Züchter ein, Kynologe und Genetiker gleichermassen zu sein und spricht eindrucksvoll von seinen Studien – ohne jemals an einer Hochschule eine Fachausbildung gemacht zu haben. So ist in unserer Gesellschaft und auch im Speziellen im Umfeld des Do- Khyi dringend anzuraten, dass auch bei Menschen ausschliesslich nach dem „selektiert“ wird, was sie Dritten gegenüber zum Ausdruck bringen bzw. wozu sie eben tatsächlich nicht annähernd in der Lage sind.

Ein Laie mit falsch interpretiertem, lediglich mühevoll im Zusammenhang angelesenem Fachwissen sollte sich nicht als sachkompetenter Fachmann oder gar Wissenschaftler dastellen. Was bleibt ist lediglich die selbst dargelegte, massive Inkompetenz

Nachtrag:

Zu oberem Kommentar erreichten mich bereits erste Nachrichten zu Reaktionen in einem Hundeforum dessen Name ich hier nicht nennen möchte. Die von der kritisierten Seite wie so oft völlig unsachlichen Bemerkungen sind derart neben der Sache, dass ich mich dazu nicht einlassen möchte.

So hat man in meinem oberen Text doch tatsächlich einen Flüchtigkeitsfehler gefunden und angemerkt… selbst monatelang (die oben angemerkten) grammatischen Unzulänglichkeiten völlig unbewusst auf Webseiten zu publizieren, ohne das es auch nur einer dieser Personen selbst auffällig wurde – ist Ausdruck einer ganz besonderen Unbedarftheit und scheint für diesen Personenkreis offenbar nicht ungewöhnlich.

Wer oftmals meine eigenen Redewendungen bemühen muss da es ihm selbst an geeigneten, eigenen Alternativen fehlt, sollte auch dahingehend nicht städig seinen Nachholbedarf öffentlich zu Schau stellen.

Zur eigentlichen, inhaltlichen Kritik, versäumte man jedoch vollständig eine Stellung zu beziehen, was ja auch nicht anders zu erwarten war. So muss man beileibe kein Studium in der nötigen Fachrichtung absolviert haben um bei halbwegs ordentlichem Bildungsstand zu erkennen das sich ausschließt, was gegen jede in entsprechenden Fachbüchern dargelegte, gesicherte Erkenntnis abhebt.

Dazu bedarf es allerdings eines entsprechend guten Bildungsstandes den dieser Personenkreis, ganz offensichtlich vermissen lässt. Dies lässt sich jedoch auf einfachste Weise ändern.

Nur rate ich anschliessend eine persönliche Fortbildung nicht mit einem „Studium“ zu verwechseln, damit es nicht zu weiteren Peinlichkeiten in dieser Richtung kommt.

Da sich damit wieder einmal deutlich gezeigt hat, dass es müssig ist mit diesem Personenkreis Sachfragen diskutieren zu wollen, die dem allgemeinen Bildungsstand einer 12. Klasse entsprechen, werde ich den bewussten Text von einer unvoreingenommenen Person (mit Hochschulstudium und Fachausbildung) kommentieren lassen.

Dies ist nun wirklich eine sehr einfache Übung, so wie zurückliegend mit Videos die angeblich aus China stammten und tatsächlich von einem Filmteam einer US- amerikanischen Polizeiorganisation gedreht und publiziert wurden… und vielen anderen Themen der letzten Monate.

Sobald mir der erwähnte Fachkommentar vorliegt, werde ich ihn hier ebenfalls veröffentlichen. Danach kann sich jeder Leser selbst ein Bild zur immer offensichtlicher werdenden Inkompetenz des Verfassers der oben kritisierten Zeilen machen.

So etwas lässt sich für die Zukunft recht einfach vermeiden: Nur über Themen reden & schreiben wozu man wirklich zutreffend informiert ist und sich nicht ständig unbedarft zu Themen äussern, wozu es an der nötigen Ausbildung UND eigenen Erfahrungen fehlt!

Die daraus resultierende Sprachlosigkeit einiger Personen wäre allemal weniger blamabel als ständig von mir widerlegt zu werden!

Denn exakt dies wird im Ergebnis hier in wenigen Tagen schon, wieder einmal nachzulesen sein und bleiben.

Beste Grüße,

Felix Arnst

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Fachliche Stellungnahme zum oberen Thema:

Wie oben angekündigt, habe ich die obere Aussage… Zitat:

„Bei meinen Studien bezüglich der Epilepsie innerhalb verschiedener Rassen bin ich darauf gestoßen, daß mit der Veränderung zu bestimmten Kopftypen jeweils nach homozygoter Verfestigung beinahe zeitgleich Formen der Epilepsie auftauchen. Zur Zeit erstelle ich eine fotodokumentarische Entwicklungsübersicht für die Rassen Groendael, Bordercollie, Golden Retriever und natürlich auch den Do Khyi. Diese Daten gehen dann in verschiedene Epistudien ein und werden versuchsweise in eine geschlossene Datenbank eingespeist. Sollten die Anhaltspunkte sich verdichten, wird man den sogenannten Umkehrschluß innerhalb einer betroffenen Linie durch eine Zuchtstudie führen können. Hierbei erfolgt die Selektion ausschließlich nach Kopftypus. Eine Zusammenarbeit wäre natürlich wünschenswert, ist aber leider wohl nicht möglich.“

—-Textende—-

…von einer der renommiertesten Fachleute unserer Zeit prüfen lassen:

Frau Dr. Jean Dodds, 938 Stanfort St., Santa Monica, CA 90430, USA,

war so freundlich und hat über eine mir bekannte Verbindungsperson die folgende Anfrage unter Vorlage des oberen Textes beantwortet:

Dear Jean, 

 

>>  Canine Epilepsy: >>  There are rumours on German message boards that a tendency for seizures >> might be related to changes in the shape of the head form of certain >> breeds such as the Dho-Kyi. >>  However, I have not been able to find any information indicating that >> such a relation is indeed existing or even discussed. >>  Do you know of any studies or thesis providing more info in this matter?

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Dr. J. Dodds teilt dazu in kurzen und knappen Worten folgendes mit:
 
 
 
 
 
 
 

 

Hello… 

 

>>it is a complete „fake“!

>> No, although head shape has ben considered a factor in the syringomyelia >> and PSOM of Cavalier King Charles Spaniels — see attached. 

 

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In deutsch:

Dr. Jean Dodds bezog sich mit der Aussage auf die Information auf den in farbiger Markierung verfassten Text (in englisch) und wurde darüber informiert, dass in einem deutschen Forum die These aufgestellt worden sei, dass eine angebliche Veränderung der Kopfform in Abhängigkeit zu einem vermehrten Auftreten von Epilepsie stehen soll. Weiterhin wurde Dr. Dodds dazu gefragt, ob ihr entsprechende Studien oder sonstige Erkenntnisse in diesem Zusammenhang bekannt seien?

Antwort von Dr. Jean Dodds:

Nein, dies ist ein Fake! (eine Falschinformation, völliger Unsinn) …bisher bestünden lediglich Erkenntnisse zu PSOM beim Cavalier King Charles Spaniel zu Schädelabnormalien und deren weitere Einflüsse. Dem ist im Zusammenhang nichts mehr hinzu zu fügen.

Abschlusskommentar:


Eine Laienspielschar um den Do- Khyi hat wieder einmal gezeigt, warum sich diese in der weitgreifenden, nationalen- und internationalen Isolation zu ihren Ansichten & Intensionen befindet.
Zwischenzeitlich hat man in gleichem Forum, in der zunächst die obere, vollmundige These verbreitet wurde auf folgenden Text reduziert:
„Dieser Vermutung wird derzeit nachgegangen um abzuklären, ob das abweichen von Gesetzmässigkeiten vielleicht einer der Auslöser von Anfallserkrankungen sein kann“

So hätte man doch auch gleich sagen können, dass es sich bei oberem Text lediglich um eine Vermutung handelt, die vielleicht sein könnte!

Möglicherweise ist dieser Artikel dazu geeignet den privat „Studierenden“ einige Denkanstösse zu vermitteln, die dazu führen könnten die eigene Aufmerksamkeit wieder auf Hunde zu lenken, die sich im eigenen Hause befinden und gern einmal eine Runde in der näheren Umgebung Gassi geführt würden?

Beste Grüße,

F. Arnst

Prüfungen erwarte bis zuletzt!

 

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Responses

  1. […] HotSpot: Mangelnde Kompetenz bei einigen Züchtern: […]

  2. […] HotSpot: Mangelnde Kompetenz bei einigen Züchtern: […]

  3. Antwort Dr. Dodd in Übersetzung: Die Rasse mit PSOM heißt Cavalier King Charles Spaniel. Peinlich nach Kritik an der ideopatischen Epilepsie
    M.L.

  4. …aber sonst ist inhaltlich natürlich nichts weiter aufgefallen, was man als wirklich peinlich empfinden könnte?


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