Ursprung

Der Do- Khyi nimmt durchweg in allen uns bisher vorliegenden Publikationen eine absolute Ausnahmestellung ein. Über keine uns bekannte Hunderasse wird so viel in Bezug seiner Abstammung, Herkunft u. Geschichte gemutmaßt und ist daher so wenig wirklich belegt. Bei dieser Rasse beschränken sich selbst namhafte Kynologen darauf in die große Kiste der Mythen zu greifen. Diese Hunderasse ist schon allein dadurch ein Phänomen, dass Sie über lange Zeit in geografischer Abgeschiedenheit lebend und der damit verbundenen, nicht möglichen Rasseverkreuzungen, schon so lange stabil existent ist. Alle Hundearten unterlagen im Laufe der Jahrtausende einer stetigen Entwicklung der mit den Bewegungen und den Ansprüchen der Völker einhergehenden ständigen Veränderung in Aussehen u. Gebrauchszweck.

Dies trifft auf den Do- Khyi aufgrund der nachweislich über Tausende von Jahren in fast völliger Abgeschiedenheit lebenden Volksstammes der Tibeter jedoch nicht zu. Da die Menschen ihrer eigenen Lebensweisheit folgend in dieser Abgeschiedenheit zu anderen Volksstämmen lebten, unterlagen die sie umgebenden Haustiere nicht der sonst überall stattfindenden Verfremdung ihrer  Art. Dies gilt für alle Tiere im Tibet. Selbst die Schafe u. Rinder dort stellen ein Besonderheit innerhalb der heute sonst anzutreffenden Populationen dar.

Abgeleitet aus den oberen Ausführungen befasst sich unsere Seite also mit einer Form von Urhunden wie sie sonst kaum noch irgendwo anzutreffen ist. Innerhalb unseres Kulturkreises sind die Einflüsse fremder Hunderassen auf die ursprünglich vorhandenen Populationen definitiv nicht mehr nachvollziehbar. Der Do- Khyi ist innerhalb der derzeitigen Hunderassen von einer ähnlichen Ursprünglichkeit wie das links abgebildete Yak unter den heutigen Rindern.

Die meisten uns heute bekannten Hunderassen sind kaum älter als 50 – 100 Jahre. Selbst in anderen geografisch ehemals sehr abgeschiedenen Gebieten und Kontinenten hat den Menschen sein bester Freund stets begleitet und seine genetische Hinterlassenschaft fest eingefügt.

Daher orientieren sich die heutigen Einteilungen in Gruppen u. Abstammungen von Hunderassen sehr an Äußerlichkeiten und bei jüngeren Rassen ausschließlich am Gebrauchszweck. Am einfachsten machten sich dies stets die Engländer. Großer Hund gleich Mastiff, kleiner bis mittlerer Hund gleich Terrier!?, fertig. Daher trägt aus den verschiedenen kolonialen Aktivitäten der Engländer in Asien abgeleitet, der Do- Khyi fast weltweit die Bezeichnung Tibet Mastiff, die kleineren Hunde wurden somit als Tibet Terrier bezeichnet. So einfach wie falsch dies auch war.

Die oberen Ausführungen gelten insbesondere auch in Bezug zu den unterschiedlich in Gestalt, Farbe und Gebäude im Heimatland anzutreffenden Tiere. Die heute in Europa anzutreffende Population verkörpert meist den möglichst großen, langfelligen und schweren Typ der dort lebenden Hunde. Das Foto oben zeigt einen Hund aus heutiger, chinesischer Zucht, den ich ebenfalls nicht wirklich als rassetypisch bezeichnen würde.

Auf den oben eingefügten Bildern sehen Sie beide vorkommenden Typen, hier in der im Heimatland eher selten vorkommenden roten bis lachsfarbenen Variante. Der weitaus häufigste und als klassisch anzusehende Farbschlag ist Schwarz mit braunen ( Black & Tan ) Abzeichen. Wobei unbedingt erwähnt werden solte, dass die Hunde auf dem letzten Foto keine Do Khyi sind, sondern den im Heimatland weit verbreitete Street- Dogs entsprechen, die letztlich bestenfalls Mischlingen aus Do Khyi und anderen Hunden nicht identifizierbarer Herkunft entsprechen. 

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