Haltung

Die Haltung eines oder gar mehrerer Do- Khyi stellt den Besitzer vor keine leichte Aufgabe. Um es kurz zu machen, ein Do- Khyi gehört im Idealfall auf ein hoch eingezäuntes und möglichst großes Grundstück, wenn man sich allen nur erdenklichen Kummer weitestgehend ersparen möchte.

Dieser “ Hochsicherheitstrakt “ ist nicht von ungefähr nötig. Wir kennen Do- Khyi die bereits 1,60 m hohe Zäune übersprungen haben, wobei wir auch schon von Do- Khyi gehört haben, die einen 2 m hohen Zaun „überklettert“ haben sollen! 

Yushi bleibt selbständig immer in einem Umkreis von ca. bis zu 50 Metern zu uns. Nach dem dritten Anrufen ist sie meistens zur Stelle. Daher ist Yushi von unseren drei Do- Khyi der einzige Freiläufer.
Do- Khyi sind unglaublich gute Wächter und nehmen ihre Aufgabe zu unserem Leidwesen oft viel zu ernst. Bei uns ist es jede Katze, jeder Hund mit oder ohne menschliche Begleitung, fremde Personen sowieso und ein nach uns völlig schleierhafter nach bestimmten Kriterien ausgewählter Personenkreis des Dorfes, zu denen sich unsere Do Khyi offenbr bemüssigt fühlen uns unbedingt bewachen zu müssen. Auch ist interessant zu beobachten, dass sich unsere Hunde was den betreffenden Kreis von Personen angeht völlig einig sind. Da es wie oben beschrieben immer die gleichen Personen sind, die entweder verbellt oder geduldet werden, dies unabhängig vom gerade Wache habenden Hund. Unser fleisigster Hund ist Yala, diese Arbeit von morgens 08.00 Uhr bis abends etwa 19.00 Uhr ohne Unterbrechung an der Front erledigend. Nach kurzer Pause ( Fressen gegen 19.00 Uhr ) wird dann lediglich der Wachposten gewechselt. Von ca. 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr liegt sie dann im Flur oder Wohnzimmer und behält unsere Einfahrt genauerstens im Auge.

Erst gegen 22.00 Uhr gönnt sie sich ihre verdiente Nachtruhe. Unabhängig vom Wetter ( manchmal völlig durchnässt und freiwillig nicht dazu zu bewegen ins Haus zu kommen ) ist Yala immer im Garten anzutreffen und kommt erst abends ins Haus. Die beiden Anderen wechseln ca. stündlich Haus / Garten oder Garten / Haus ihren Aufenthaltsort und verweilen dabei selten länger als 2 Stunden an einem Platz. Dabei ist Yushi grundsätzlich immer dort zu finden wo Filo ist. Natürlich hat man blitzschnell alle drei im Hause wenn es an der Tür klingelt, ja schon wenn ein Auto in die Einfahrt einbiegt. 

Aber auch hier gibt es Ausnahmen, wenn die Wetterlage schon morgens feucht / kalt ist, ist Yala nicht dazu zu bewegen das Haus zu verlassen. Einen Harndrang scheint es bei ihr dann nicht zu geben. 

Ausschließlich im Garten werden unsere Hunde jedoch nicht gehalten da sich wiederholt gezeigt hat, dass die Hunde nach Tagen an denen kein abendlicher Spaziergang (min. eine Stunde) erfolgte, am Folgetag eine gewisse Unausgeglichenheit zeigten. Daher geht es auch täglich mindestens einmal vor die Tür, macht ja auch Spaß in unserer schönen ländlichen Gegend. Unsere Nachbarn haben sich an das teilweise eher unangenehme Getöse in unserem Garten gewöhnt, so scheint es. Bisher wurde nicht geklagt. Es gibt sogar vereinzelt Zuspruch da auch unsere Nachbarn ja weit vernehmlich wissen, wenn sich etwas dem Arial nähert was nicht unbedingt dorthin gehört. Insofern ist die Lage zu unseren Nachbarn entspannt. Dies haben wir aber in einer anderen Ecke des Landes auch leider schon ganz anders erlebt. Auch Hundehaltung ist wie alles im Leben oft nur mit einem gesunden Maß an Toleranz der Mitmenschen – wirklich ungetrübt möglich. 

Diese Toleranz aufrecht zu erhalten ist die tägliche Aufgabe des Halters. Wer seine Do- Khyi nach Gusto ihre angestammten und sehr ausgeprägten Instinkte ausleben lässt wird sicher oft umziehen müssen. Wir versuchen unsere Hunde  daher sofort nach dem Anschlagen sanft zu beruhigen, ja in Einzelfällen wo möglich mit der verbellten Person am Zaun ein entspanntes Gespräch zu führen. Meist gelingt dies und die Hunde legen sich nach argwöhnischem Beobachten nach ein paar Minuten ruhig dazu. Dies ist aber kein Garant dafür, dass am nächsten Tage bei gleicher Person nicht die gleiche Situation entstehen kann. Bei einigen Personen hat es genützt, diese wurden nach dieser „Erkennungsdienstlichen Behandlung“ nie wieder verbellt. 

Das „Feindbild“ eines Do- Khyi ist daher unergründlich und von Hund zu Hund völlig verschieden.

Auch den Punkt des allgemeinen Sozialverhaltens gegenüber fremden Hunden betreffend, kann mit keiner allgemein gültigen Verhaltensweise gerechnet werden. Daher halten wir unsere Hunde im Dorf und auch im freien Feld und Wald stets an der Leine. Dies auch, weil unsere Hunde als Freiläufer nur bedingt (eher selten) wirklich abrufbar sind. 

Das Halten von Do- Khyi im Hause stellt sich völlig unproblematisch dar. Es sind sehr saubere und nur einmal im Jahr für ca. 6 Wochen (Fellwechsel) haarende Hunde. Das ganze übrige Jahr findet man fast kein Hundehaar im Haus, wirklich prima, dass kennt man von z. B. Stockhaarhunden ja ganz anders. Bei einem Stockhaarhund wie z.B. Boxer, Schäferhund oder Rottweiler ist der Aufwand mehr als 10 mal so hoch.

Die Haushaltung ist zudem sehr wichtig, da Do- Khyi diesbezüglich sehr sensibel regieren. Sie suchen unbedingt den unbeeinflussten Kontakt zu ihren Leuten. Ein Do- Khyi in Zwingerhaltung (und sei er noch so groß) wird zusehends in seinem Sozialverhalten verkümmern und dabei fast unberechenbare Wesenszüge annehmen. Dies wurde schon sehr oft beobachtet. Daher eignet sich ein Do- Khyi keinesfalls zur ausschließlichen Zwingerhaltung. Tun Sie dies Ihrem Do- Khyi bitte nicht an.

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Responses

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