Verfasst von: Felix Arnst | 10. März 2009

Tibet ist ein Teil Chinas!?

50 Jahre von China besetzter Tibet!

tibet1

Tibet ist also eine Teil Chinas?

Solch eine Aussage kann nur aus China getroffen werden, die Tibeter sehen dies seit nunmehr 50 Jahren (immer noch) ganz anders.

Richtig ist, der Tibet wurde damals von der roten Armee überfallen und seither in viele kleine Teile zerhackt, politisch, humanitär und auch kulturell.

Humanitäre Aspekte (sofern man in diesem Zusammenhang überhaupt davon reden kann) haben dabei die allergeringse Rolle gespielt, so ging es damals schlichtweg um Macht und Rohstoffe, dazu hat sich China nun 50 Jahre lang reichlich bei den wehrlosen Tibetern bedient.

China bezeichnet dies heute tatsächlich immer noch als einen Akte der Befreiung!

Für mich war dies jedoch schlichtweg Barbarei! …mit dem Ziel der Rohstoffplünderung und der damit „in Kauf“ genommenen Zerstörung einer alten Kultur.


Die Chinesen sehen es so,  Zitat aus unten verlinktem Artikel:

„Die tibetischen Sklaven lebten ein erbärmliches Leben. Früher gab es nur Sklavenhütten. Heute geht es den Menschen gut. Sie haben Fernseher, schmucke Häuser, Traktoren, einfach alles.“ So lautet das Fazit zweier Besucherinnen einer Tibetausstellung in Peking.“

In unseren Tagen sind die Heiligen Stätten des Tibet zu Centren des kommerziellen Massentourismus verkommen, wer es sich leisten kann, der darf dort ganz nach Gusto, darauf rumtrampeln.

Möchte wirklich jemand mit etwas kulturellem Ansinnen & Vertändnis wissen wie heute der Central- Bahnhof von Lhasa aussieht, ich nicht wirklich, aber bitteschön:

bahnhof_lhasa

Aber Reden und Schreiben nützt auch dabei gar nichts, wie bei allen Weltpolitischen Themen hört die Masse zu, schüttelt unverständlich mit dem Kopf und ist fertig damit.

Die Freunde Tibetischer Hunderassen sind nicht anders und haben scheinbar längst vergessen, dass damit das eigentliche Ursprungsland ihrer Lieblinge schlichtweg von der Landkarte getilgt wurde. Dort konzentriert man sich ganz (und allein) auf die Schönheitsausstellungen der Rasse. Wetten, dass zu diesem Thema (selbst heute nicht) sonst auf keiner anderen Do Khyi- Webseite etwas angemerkt sein wird!

Mich wundert dies nicht. Halter, Züchter und auch Vereine scheinen sich dieser Tragweite und Hintergründe mit ihren direkten Auswirkungen auf die Rasse, tatsächlich immer noch nicht bewusst zu sein? Dies behaupte ich deswegen, weil ich nicht eine Person aus dieser Gruppe kenne, die sich meines Wissens aktiv an entsprechenden Initiativen oder Aktionen dazu beteiligen würde.

Nur aus solchen und ähnlich gelagerten Gründen kann dieses Thema seit nunmehr 50 Jahren so behandelt und unterdrückt werden, wie es seit jeher der Fall ist.

Hätte die Initiative Free Tibet ein paar Millionen Mitglieder, fände sie auch Gehör in der Politik unterschiedlichster Länder und damit genügend Lobbyisten in deren Regierungen. Dem ist jedoch leider nicht so. Hätte Tibet nennenswerte Ölvorkommen, sähe dies mit Sicherheit ganz anders aus, schon wäre dort seit langem die „Weltpolizei“ anwesend!  So war es ja nur der komplette Teil des tibetischen Hochlandwaldes der Himalayaregion der seinen Weg auf Bahnwagons nach China fand…und ein paar Tausend Tote, über die sowieso schon länger kaum noch jemand redet.

kloster_seraVor heute genau 50 Jahren versuchten sich die Tibeter dazu zur Wehr zu setzen, sie wurden brutal von den Machthabern niedergeschlagen, geplündert & ermordet, ihre religiöse Überzeugung wird bis zum heutigen Tage verspottet und in den Schulen unterdrückt. Wo sind die Anmerkungen der westlichen Welt dazu?

Unsere Hunderasse ist auch ein Symbol.

Ein Symbol für eine längst untergegangene Hirten und Nomadenkultur, wie diese hoch in den Bergen des Himalaya in ihrer vollständigen, geografischen Abgeschiedenheit viele Jahrtausende überdauert hatte.

Nichts ist davon mehr übrig, heute sind die Do Khyi des Tibet lediglich noch ein Überbleibsel von Etwas, dass es schon lange Zeit nicht mehr gibt.

Auch unter diesem Aspekt sehe ich es als eine sehr wichtige Aufgabe an diese einzigartige Hunderasse in Wesen, Gestalt, Gesundheit und ihrer unvergleichlichen Würde zu erhalten, aber auch dazu gibt es ja bekanntlich ähnlich unterschiedliche Ansichten wie zur angeblichen Zugehörigkeit des Tibet zu seinen materiellen und kulturellen Plünderern.

Mehr zum Thema…

Auch interessant im Zusammenhang:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4077728,00.html

Bildquellen:

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Responses

  1. […] Wie immer bestehen auch zu diesem Thema eine Menge ganz unterschiedlicher Standpunkte. Drüben auf meinen Do Khyi Blog schreibe ich warum ich dazu einen etwas anderen Hintergrund sehe und vertrete, als dies durch die […]

  2. Besten Dank für den interessanten beitrag und füe den Linktipp! Weiter so & alles Gute!

  3. […] war/ist der Wolf und der Schneeleopard, mit beiden nimmt es der Do Khyi stets als Sieger auf. Chinesen haben es sich längere Zeit zum Spaß gemacht besonders kräftige Exemplare des Do Khyi in Arenen […]


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