Verfasst von: Felix Arnst | 26. Januar 2009

Epilepsie – das maskierte Problem

Über die Disposition Epilepsie beim Do Khyi und dem Umgang im Rasseumfeld damit, habe ich schon so oft berichtet, dass ich es wirklich nicht mehr zählen kann.

Im direkten Rasseumfeld hat sich dazu absolut nichts geändert, dies seit nunmehr über 7 Jahren.

Am vergangenen Wochenende habe ich mir folgenden Artikel einmal etwas genauer angesehen, dort steht wörtlich:

So paradox es klingen mag, aber diese Unerschrockenheit wird Dr. Lohi brauchen, wenn er sich in der Verfolgung seines Zieles mit den Züchtern und Zuchtverbänden auseinandersetzen muss. Denn so sehr Züchter Interesse an dem Ergebnis haben so wenig sind sie üblicherweise bereit ihr gewohntes Schweigen im Interesse der Forschung zu brechen.

Das Problem ist jedenfalls, ohne die Mitarbeit von Züchtern und Hundebesitzern geht es nicht. Denn abgesehen von den finanziellen Mitteln, die zumindest zum Teil über Spenden aufgebracht werden müssen, sind für eine erfolgreiche Arbeit an der Entwicklung von Gentests auch Blutproben und Pedigrees von Hunden notwendig. Und zwar nicht nur von Merkmalsträgern sondern auch von gesunden Hunden.

Finnische Vertreter einer der Rassen, die von Epilepsie betroffen ist haben in diesem Zusammenhang ein bemerkenswertes Projekt gestartet. Das Projekt Epidal forciert und unterstützt die Epilepsieforschung speziell für Dalmatiner.  Auf der Website dieses Projektes finden interessierte Hundebesitzer alle notwendigen Informationen die  für eine aktive Beteiligung notwendig sind. Da die finnische Dalmatinerpopulation zu klein ist um allein auf nationaler Ebene genügend Proben für die Entwicklung eines Gentests aufzubringen, ist speziell für dieses Projekt internationale Kooperation gefragt. Es sollte sich somit jeder Dalmatinerbesitzer von dem Projekt angesprochen fühlen und soweit möglich auch aktiv mitmachen.“

Kommentar:

Dies hat Frau Professor Sommerfeld- Stur völlig richtig erkannt.

Das Schweigen der Züchter und von Vereinen zu brechen ist eine Sache, viel schlimmer noch sind jedoch die manipulierten Falschinformationen die dazu ganz bewusst in Umlauf gebracht werden.

Was ich in den letzten Jahren an Bestrebungen zur „Aufklärung“ beobachten konnte, waren einzig Bemühungen die tatsächlichen Sachverhalte und Ursachen der Disposition sehr gezielt in ganz andere Richtungen zu lenken.

So gibt es tatsächlich Leute die sich öffentlich angeblich für Aufklärung und wissenschaftliche Studien dazu einsetzen, diesen Studien jedoch die Teilnahme der eigenen Hunde verwehren.

Klar, wer die ersten bekannt gewordenen Fälle innerhalb der Rasse Do Khyi (in der BRD) auf seinem ganz persönlichen Züchterkonto zu verzeichnen hatte, wird dies nach nunmehr weit über 10 Jahren der gründlichen Vermauerung dieser Hintergründe wohl kaum wissenschaftlich analysiert wissen wollen.

Dies gilt übrigens nicht nur für einen Züchter oder einen einzelnen Verein.

Mit diesem Hintergrund ist jegliche, egal wo oder durch welches Institut durchgeführte Studie immer wieder zum Scheitern verurteilt.

Und noch etwas:

Wenn selbst die finnische Population der Dalmatiner zu klein für eine aussagekräftige Studie ist, welche Aussichten hat dann der Do Khyi, selbst bei weltweiter Beteiligung?

Keine.

Ich verstehe nicht wie man zu einer Beteiligung zu solchen Projekten im deutschen Do Khyi Umfeld aufrufen kann, ohne diese Hintergründe und die dadurch tatsächlich nicht einmal im Ansatz vorhandenen Erfolgsaussichten vorher zu prüfen.

Damit bleiben sämtliche Studien im direkten Bezug zur Rasse Do Khyi reine Augenwischerei.


Responses

  1. […] ich nicht, dass die Population des Do Khyi für eine aussagekräftige Studie ausreichend gross ist, vergleiche dazu auch hier. Diese Bedenken sind bei mir vorhanden und können nicht einfach ohne Substanz beseitigt werden, […]


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