Verfasst von: Felix Arnst | 20. Januar 2009

Das Schreiben und das Lesen…

Untertitel:

Manches lässt sich selbst mit mangelhafter Kultur oder Bildung (was jedoch leider in der Natur der Sache liegt) kaum noch erklären.

Das Schreiben und das Lesen ist bekanntlich nie ihr Fach gewesen:

Wann immer ich meine Aussagen von bestimmten Leuten völlig mißverstanden, falsch interpretiert oder vollumfänglich unverstanden kommentiert oder entsprechend sinnverdreht wiedergegeben sehe, erinnert mich dies an den Zigeunerbaron von Strauss.

In früheren Zeiten galten ganze Bevölkerungsgruppen als kriminell und ungebildet, heute findet man solche Tendenzen gottlob nicht mehr als Pauschalurteil.

Einige Menschen entsprechen leider immer noch exakt solch einem Bild:

Nun war schon die Figur des Zigeunerbaron im Stück von Strauss der irrigen Ansicht, dass Defizite leicht über Vorschützung unwahrer Sachverhalte zu kompensieren seien. Dazu bekam er dann später bekanntlich näher Bescheid:

Ein Poet war ich nie…sagt der durchgeknallte Zigeunerbaron, dafür kennt dieser seinen idealen Lebenszweck. Ob dieser in heutigen Zeiten wohl auch Do Khyi züchten würde?

Es ist noch gar nicht lange her, da nahm eine, ganz offensichtlich, ebenso etwas „merkwürdige“ Person einen meiner Texte zum Anlass zu behaupten meine darin getroffenen Feststellungen seien falsch und sämtlich erlogen.

Dies wäre für sich betrachtet sicher nichts ungewöhnliches, wenn ausschließlich Legastenie (dieser Link dürftete hilfreich sein) der Hintergrund sein könnte. Bedauerlicherweise kann dies jedoch nicht allein der Grund dafür sein, denn im gleichem Text in dem dies kurz vorher noch behauptet wird, werden meine Aussagen durch zusätzliche Anmerkungen anschliessend jedoch erneut vollständig bestätigt, und dies auch noch von amtlicher Seite. 😉

Da kann man sich wirklich nur noch fragen, ab der Verfasser solcher Texte am Anfang noch nüchtern, im weiteren Verlauf seiner mühsamen Suche nach den rechten Worten, möglicherweise etwas zu tief in beliebige Flaschen geschaut haben könnte? Oder hat dies zusätzlich auch noch etwas damit zu tun, dass man schlichtweg nicht nur leseschwach ist sondern auch eine etwas blühende Fantasie besitzt, wenn es um die Vertuschung diverser, eigener, peinlicher Entgleisungen geht, wenn diese richtiggestellt wurden?

Anders kann ich mir solch ein Ergebnis jedenfalls nicht erklären.

Was bezweckt ein Mensch also damit etwas leicht erkennbar falsch zu behaupten, was er dann nur kurze Zeit danach selbst schon wieder gründlich widerlegt?

Oder ist es möglicherweise so, dass der Schreiber zwischendurch gedanklich etwas abwesend, beim Verfassen mittlerer und späterer Zeilen nicht mehr so recht weiß was anfänglich (in einem relativ kurzen Text) noch geschrieben wurde?

Man (ich) weiß es nicht so genau.

Der „Zigeunerbaron“ da oben weiß wenigstens was er nicht kann, andere müssen dies wohl erst noch viel später für sich selbst bemerken.

Da ich heute etwas kulturell 🙂  gestimmt bin, erkläre ich dies einmal mit einem weiteren, recht bekannten Stück:

Die lustigen Weiber von Windsor begingen bekanntlich ebenfalls den Fehler Fenton mit Fallstaff zu verwechseln…oder hat man davon etwa auch noch nie etwas gehört?

Wundern würde mich auch dies nicht.


Responses

  1. Ja, es gibt viele Menschen, die schreiben lieber als sie lesen. Obwohl sie beides nicht können…


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