Verfasst von: Felix Arnst | 4. Januar 2009

Bewegung ist Fortschritt!

Untertitel: Hauptsach, gudd gess!!

fortschrittIst Bewegung etwa gleichbedeutend mit Rat- & Reglosigkeit, der Rückwärtstrieb eine Fortbewegung oder Bewegung in völlig (unbeabsichtigt) falsche Richtungen jedoch tatsächlich noch zielgerichtet?

In der Regel schaue ich mich an einem Sonntagmorgen immer etwas auf anderen Do- Khyi Webseiten um, ich kann dies ob der eigentlichen Sinnlosigkeit einfach nicht lassen.

Manche davon habe ich deswegen seit Jahren nicht mehr besucht, weil dies aus meiner Sicht auch tatsächlich eher sinnlos wäre, weil sich deren Inhalte ebensolang kaum verändert haben und bei mir auch kaum jemals  etwas relevantes zu Tage brachten, was ich nicht Wochen vorher selbst schon gewusst hätte oder längst schon selbt veröffentlicht hatte.

Wenn es tatsächlich einmal etwas Neues gibt, ist es bei genauer Betrachtung jedoch immer der gleiche alte Kaffee, offenbar scheint man diesen unter Verwendung einer neuen Filtertüte ständig aufs Neue aufzubrühen, dies ist zumindest mein Eindruck.

Wirklich ärgerlich finde ich es jedoch, wenn man als Leser solcher Webseiten nach Strich und Faden genasführt wird, und zwar derart, dass sich dabei die sprichwörtlichen Balken biegen.

Die Überschrift dieses Artikel fand ich auf solch einer Webseite, dort steht, Zitat:

Bewegung ist Fortschritt!

Im neuen Jahr wird es wieder mehrere Veranstaltungen mit schönen Spaziergängen geben…

Dort wird dann weiter beschrieben wie „erfolgreich“ ein Hundeverein im letzten Jahr gewesen sein soll.

Zunächst musste ich ob dieser Überschrift schon etwas schmunzeln.

Sind nun schon wenige Spaziergänge mit Hunden tatsächlich als  „Fortschritt“ zu werten?

Ich denke, die meissten Halter machen soetwas jeden Tag mehrmals, und ebenfalls nicht selten in Begleitung anderer Hundehalter. Braucht man dazu einen Verein? Wenn man dort jedoch vor hatte fortschrittliche Bewegung hin zu gemeinsam gesteckten Zielen zu beschreiben, sollte man den dabei deutlich sichtbar gewordenen Rückwärtsgang aber nun wirklich nicht dazu zählen.

Dieser zählt nur beim Krebs innerhalb des Tierreiches als anerkannte Fortbewegung.

Tatsächlich fielen die Macher dieser Seiten mit ihren (tatsächlich) eher bescheidenen „Bewegungsabläufen“ in ein tiefes, vorher unentwegt selbst geschaufeltes Loch.

Schwarze Löcher (nicht die im entfernten Weltall) haben jedoch nun einmal die Eigenschaft, dass dort leider nur sehr eingeschränkte Sichtsverhältnisse vorliegen.

Für mich ist dies Erklärung genug dafür, dass man offensichtlich noch nicht bemerkt haben will, dass einige Vorstandsveränderungen wegen Austritt der alten Funktionäre aus dem Verein anzumerken gewesen wären.

Bemerken, hätte man dies an den entsprechenden Kündigungsformularen schon vor einer Weile können.

Begreifen warum und wieso, wäre vielleicht nicht unvorteilhaft für die Ausrichtung & Qualität der künftigen Öffentlichkeitsarbeit gewesen.

Einem interessierten Besucher von Webseiten jedoch schlichtweg die tatsächlichen Hintergründe zu unterschlagen, warum es notgedrungene Veränderungen in einem Vereinsvorstand gab,  ist schlichtweg ein schlechter Stil.

Wenn man die tatsächlichen Hintergründe jedoch lieber ganz anders darstellt, schreibt man dann Folgendes, Zitat:

„Zunächst gab es im laufenden Jahr einige personelle Veränderungen die den Verein durch das Einbringen von entsprechendem Know How weiter voran gebracht haben. Diese Umbesetzung hat uns geholfen, unsere Stellung in der Öffentlichkeit durch Kompetenz zu festigen.“

Ist dies so wirklich wahr?

Ist Kompetenz nicht in Wirklichkeit etwas ganz anderes?

Standen diese anschließenden Not- u. Ersatzbesetzungen nicht auch schon vorher zur Verfügung und wurden damals nicht gewählt, weil die Positionen vorher personell besser besetzt werden konnten?

Ist die Zweite (dritte oder vierte) Wahl tatsächlich ein personeller Fortschritt und Ausdruck von Kompetenz, oder ist es nicht vielmehr so, dass man die wesentlich besser geeigneten Leute verlor, weil diese sich mit der praktizierten Vereinspolitik (oder Vereinsführung)  nicht mehr selbst identifizieren konnten?

Unter solch einem Blickwinkel halte ich die obere Formulierung für ausgesprochen respektlos den ausgeschiedenen Vereinmitgliedern gegenüber.

Haben nicht auch diese versucht sich so gut wie möglich gemeinsamen Zielen zu stellen und viel investiert diese umzusetzen, Freizeit und Kreativität eingebracht, Mittel zur Verfügung gestellt und mit dem eigenen Rücken die vielen öffentlichen Entgleisungen mit verantwortet die andere, die jetzt noch ihre Hände in Unschuld waschen und bezeichnenderweise unberührt im Verein verbleiben, veranstaltet haben?

Wo bleibt nun der Dank dafür?

Muss man diese Personen auch noch zusätzlich als offenbar ungeeignet (denn anders ist ein nicht einmal Erwähnen wohl kaum zu interpretieren) diffamieren indem man deren Ausscheiden und die tatsächlichen Gründe dafür schlichtweg verschweigt?

Wenn man mit einem problematischen Thema, Interna also,  schon an die Öffentlichkeit geht, bleibt man entweder bei der Wahrheit und dankt den früheren Mitglieder trotz unüberwindlicher Standpunkte für deren bisherige Mitarbeit, oder sagt gar nichts!

Daher bleibe ich dabei, der Stil den man heute öffentlich zum Thema vertritt ist respektlos gegenüber den ausgetretenen Mitgliedern.

Daher mein Rat an den betreffenden Verein:

Auch ausgeschiedene Mitglieder haben ein Recht auf eine wahrheitsgetreue Darstellung ihrer Beweggründe, wenn deren Austritt und deren Gründe dafür schon unerwähnt bleiben, sollte man die Not- Ersatzmannschaft nicht im Vorschuss loben, ohne den Altgedienten für ihr schon sehr viel früher und länger gezeigtes Engagement wenigstens (auch) zu danken.

(auf eine Webseite mit dem Pagerank 0 -was so viel heisst, dass die Webseite für Google (nach fast drei Jahren der Existenz, bei guten Webmastern geht die Indizierung innerhalb einer Woche) schlichtweg nicht existent ist- habe ich mir heute erlaubt oben erstmals einen Link zu setzen, schließlich muss ich meine oberen Zitate per ordentlichem Quellhinweis dokumentieren)

Bei dieser Position unter Google muss man nun wirklich nicht mehr befürchten, dass dort jemand, jemals etwas lesen könnte was der Rasse schadet, oder wie oben dargestellt, schlichtweg unzutreffend ist oder gar komplett verschwiegen wird.

Doch zurück zum Thema:

Stilfragten sind diskutierbar,  mangelhaftes Benehmen ist es nicht.

Wo jedoch zu  beinahe jeder Handlung der Dilettantismus die Waage halten muss, war aus meiner Sicht auch nicht wirklich etwas anderes zu erwarten.

Dabei wird gegenseitiger Respekt im Umgang mit Mitmenschen doch schon spätestens ab der Grundschule gelehrt?

Da es mir ein Anliegen ist solch ein trockenes, eher unschönes und blamables Thema nicht ohne jeden Humor zu beenden, habe ich mir in meinem Kämmerlein Gedanken darüber gemacht, wo solch eine Handlungsweise möglicherweise ihren völlig unverständlichen Ursprung haben könnte?

Irgendwie blieb ich dabei immer am Humor hängen.

Eine der möglichen Lösungen könnte ein im Süddeutschen Raum recht weit verbreitetes Sprichwort sein, Zitat:

Gott lenkt, der Mensch denkt, der Saarländer schwenkt!

(nicht, dass hier noch jemand vermuten könnte, ich hätte mir dies selbst ausgedacht) 😉

Wer mit dem Sprichwort im ersten Moment nichts anfangen kann, der schaut mal in unteres Video, oder oberen Link, dort wird der Hintergrund recht zutreffend erklärt:

Jo, Hauptsach gudd gess!

Nun darf  ich aber hoffentlich trotzdem erwarten, dass diese verhaltene Dosis Humor nicht zu weit von den Defiziten in der Öffentlichkeitsarbeit des oberen Vereins ablenkt, denn der Hintergrund selbst ist eher weniger zum Lachen, bestenfalls zu belächeln.

Bewegung ist Fortschritt!

Diese Überschrift trifft aber auch auf eine andere Webseite leider absolut nicht zu, daher greife ich auch diese hier auf:

Auch ein anderer Webseitenbetreiber (diese könnten glatt verwandt miteinander sein?, Pagerank nach ebenfalls über zwei Jahren, 1 – immerhin)  hat bemerkt, dass seine Texte wohl dringend überarbeitungsbedürftig waren, und offenbar versucht diese den begleitenden Hintergünden etwas weiter anzunähern.

Leider ist auch dies jedoch (wieder einmal) gründlichst mißlungen:

Dort steht doch tatsächlich, Zitat:

„Sie sind hier auf einer Internetseite, die wenig Ansehen bei den meisten Züchtern und Vereinen genießt, weil man sich hier mit etwas beschäftigt, was viele einfach nicht wahrhaben wollen:
Die vererbte Epilepsie beim Do Khyi!“

Auch dabei ist man offenbar wieder einmal einem gründlichen Irrtum unterlegen!

Liebe Webseitenbetreiberin, es ist doch nicht die Webseite die kein Ansehen innerhalb der Do- Khyi Szene genießt, sondern die Verfasserin der Inhalte, die wegen diverser Zuchtverstösse, auf Antrag des VDH  sogar (mehr oder weniger gewaltsam) aus dem FCI entfernt werden musste.

Dies sollte man nun wirklich nicht bewusst völlig verfälscht der Öffentlichkeit glauben machen wollen.

Diese Studie könnte unter anderen Vorzeichen schon längst erfolgreich abgeschlossen sein, wenn man endlich erkennen und würdigen würde wo die Ursache der seit nunmehr drei Jahren unverändert andauerenden Stagnation beheimatet ist.

Auch dies ist eine ungeheuerliche Respektlosigkeit gegenüber den Haltern, die sehr gern an dieser Studie teilnehmen würden, wenn sie nicht dringend zu befürchten hätten, dass die Initiatoren lediglich (völlig unverdient, denn die Arbeit leistet allein das Institut) unverdiente Lorbeeren damit an den eigenen Hut heften wollten.

Details meiner Sichtweise (und vieler anderer Halter und Züchter) zur Studie können hier etwas ausführlicher nachgelesen werden, dies war ca. der 5. öffentliche Hinweis auf diese Problematik.

Der Leser kann oben also mehrfach feststellen, dass Stillosigkeit  und geschönte Öffentlichkeitsarbeit ganz offensichtlich ähnliche Ursachen und Hintergründe besitzen können.

Man sollte also nicht darüber lamentieren (hinter den offiziellen Verlautbarungen der eigenen Webseiten) warum die  primären Ziele für 2008 tatsächlich weit verfehlt wurden und auch künftig unerreichbar bleiben werden, sondern einen Gedanken an die Ursachen daran verschwenden.

Dies wird in 2009 aber sicher ebenfalls noch nicht der Fall sein, somit gehen die Förderbeiträge für eine Hunderasse wohl auch weiterhin mit grösstem Anteil in die Finanzierung von bewegungsfördernden Spaziergängen.

Anschliessend kann man nach Herzenslust weiter „Schwenken“ und dies dann auch im nächsten Jahr als bewegenden Erfolg feiern.


Responses

  1. Hinter dem Deckmantel der Epilepsie versucht man nur fadenscheinig zu handeln. Es gibt nicht nur die Epilepsie beim DoKhyi, sondern auch bei anderen Hunderassen und Tierarten. Man hat sich halt das Wort Epilepsie groß auf die Fahne geschrieben. Doch warum konnte bis heute nichts von Seiten der Zuchtwartin (Züchterin) vorgelegt werden? Klar Studien dauern lange, doch sollte man wenigstens von einer „verantwortlichen“ Person verlangen können, daß sie selbst mit ihrem Kennel an der Studie teilnimmt und die Kontakte pflegt.
    Naja, man entwickelt ja bekanntlich immer wieder erstaunliche Fähigkeit, wie z. B. Hellsehen und Horoskope erstellen.
    Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen.
    Frau sollte besonders darauf achten, mit wem man sich umgibt und was man von sich gibt. Es könnte doch bei der einen oder anderen Gelegenheit passieren, daß etwas gegen Frau verwendet wird. Z. B. wenn jemand überraschenderweise bei einer Gerichtsverhandlung auftaucht und wertvolle Informationen liefern.
    Beschämend ist auch, wenn man jetzt anfängt Mitglieder, welche aus guten Gründen den Verein verliessen, als Denunzianten anzuschwärzen. Auch dieser Schuss kann nach hinten losgehen.
    Naja, man geht jetzt von Ausstellung zu Ausstellung und gewinnt vielleicht ein bisschen, dank der fleißigen Arbeit einiger gutgläubiger Menschen im Verein, welche den Weg für Frau freiräumen, und lenkt von den eigenen Problemen ab, stellt sich glänzend mit doch schmutziger Weste in den Mittelpunkt.
    Naja, die Applaudierer werden ja auch mit Naturalien, sprich Hund bezahlt und beschwichtigt.

    Ich hör nix, ich seh nix, ich weiß von nix. Mein Name ist Schulz

    Kleiner Tipp ich wohne gleich um die Ecke von …….. Die im Schatten sieht man nicht!

  2. Hallo Schulz,

    na, dass wäre doch mal was!

    Mit den eigenen Hunden kann man doch nicht an der Studie teilnehmen, da diese wohl etwas zu wenig „Do- Khyi“ mit in die zu beurteilende Population einbringen würden.

    Früher war dies natürlich anders.

    Da hatte man tatsächlich noch Do Khyi, wenn man diese jedoch mit in die Studie einbringen würde wäre dies jedoch kaum im Sinne der Initiatoren.

    Im Ergebniss sollen doch unbedingt ANDERE Kennel die URSACHEN und Träger zu verzeichnen haben.

    Würde man auch Hunde des M-Wurfes aus eigenem Hause untersuchen, wüsste damit auch der Letzte in der Do- Khyi Szene woher in Deutschland die ersten Träger kamen.

    Wen sollte man danach noch verteufeln können?

    Wie sagte man einmal:

    Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein.

    „Frau“ hat dies gründlich mißverstanden und handelt seit Jahren offenbar nach dem folgenden Grundsatz:

    Meine diversen Sünden sind so alt, dass kaum jemand diese noch kennt. Darum zeige ich stets und so oft wie möglich mit dem Finger auf meinen Nächsten und schon bald erinnert sich niemand mehr an den Anfang des Übels, dass ich einst selbst fabrizierte.

    Maha-Kala, dessen Geschwister und andere Hunde könnten die Geschichte richtig erzählen.

    Aber über gesunde Hunde REDEN kann man gern und oft, solange niemand hinter die Fassade blickt.

  3. […] Ungeachtet dieser Tatsachen wird man auf der Webseite des Förderkreis Tibethunde e.V. wahrscheinlich schon bald wieder von neuen “Erfolgen” berichten wollen, von mir aus kann dort auch weiterhin tüchtig geschwenkt werden. […]

  4. […] Naja, Hauptsach gut gess! […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: