Verfasst von: Felix Arnst | 10. November 2008

Glaube, Hoffnung, Vertrauen & Verantwortung

HotSpot: Glaubwürdigkeit & Vertrauen
ungueltig

Hundeforen und Do- Khyi Foren (hier) insbesondere, dienten einmal dem möglichst breit (kennelübergreifend und vereinsunabhängig) angelegten Informationsaustausch von Haltern, Züchtern und Funktionären, zumindest war dies bis vor etwa zwei Jahren noch so.

Ein gutes Forum zeichnet sich dadurch aus, dass aus unterschiedlichen Vereinen, Halter von Hunden ganz unterschiedlichster Züchter und Kennel dort Mitglied sind und innerhalb dieses Kreises, unabhängig von jeder Vereinsvorgabe die Rasse und deren Bedürfnisse diskutieren können, dürfen, sollten…

Dem eigentlichen Sinn und Zweck nach sollte solch ein Meinungsaustausch dazu führen, dass die Tiere künftig mit Hinblick auf rassetypische Verhaltensweisen besser versorgt und artgerecht gehalten werden. Auch sollte ein ordentliches Forum wenigstens ein paar internationale Mitglieder haben, um auch einmal jenseits des eigenen, nationalen Tellerrandes ein wenig Info anbieten zu können.

Sich austauschen, gegenseitig Hilfestellung leisten u. nachfolgend gemeinsam Freude am Erreichten haben, dies wäre der eigentliche Ansatz eines solchen Forum.


Wenn sich jedoch der sprichwörtliche Bock der deutschen Do- Khyi Szene selbst zum Gärtner kürt… gibt es schon bald nur noch einen einzelnen, fetten Bock neben entsprechend geschundenen Kohlköpfen, was dem Grünzeug wohl ausgenommen wenig zuträglich ist. Dem Bock gefällt dies sicher viel besser.

Heute gibt es gleich drei Foren, die einer gewissen, eben vollkommen voneinander abhängigen  „Gruppendynamik“ wie ich diese oben für den Negativfall beschrieben habe, leider nicht mehr entbehren.

Dies ist auch logisch:

Keines dieser Foren ist mehr im beschriebenen Sinne unabhängig. Eine Kontrolle (durch einen tatsächlich von Vereinen unabhängig orientierten und handelnden Admin) mit entsprechend wirksamen, oben hinlänglich erklärtem Hintergrund und  Ansatz,  der tatsächlich sicherstellen würde, dass einseitig orientierte Informationen unterlassen würden, fehlt dort natürlich vollständig. Ein globaler Meinungsaustausch, ausserhalb bestimmter Gruppierungen findet demnach ebenso wenig statt.

Nun werden also auch (oder gerade dort) in Foren lediglich die angeblichen Vorzüge eines ganz bestimmten Kennel, recht vollmundig angepriesen, ohne dass es jetzt noch jemanden wirklich stören könnte, wie praktisch.

Von wem eigentlich?

Dazu ein Beispiel, dass sehr deutlich zeigt warum solch eine einseitige Ausrichtung der Rasse und sekundär natürlich auch den Haltern schadet:

Bisher völlig unbeteiligte, neue und noch unbedarft denkende Interessenten an der Hunderasse treffen damit auf verschiedene, sehr elitär ihren sehr einseitigen Standpunkt vertretende Gruppen, jedoch nicht auf einen Kreis mit annähernd gleichlautenden Zielen für die Rasse.

Dieser Ansatz ist völlig sinnverfremdet, denn:

Die Person die sich in einem sehr „speziellen“ Forum (als bestes Negativbeispiel) hinter der Funktion des Admin verbirgt, ist keine andere als die, für deren Kennel man damit letztlich ebenfalls genau dort unablässig Werbung betreibt. Dies gilt auch für die zwei anderen „Züchter“ die dort vertreten sind (ohne jede bisherige Zuchtaktivität) denn auch dies sind einzig Welpenkäufer genau wieder des gleichen Kennels (Admin), der dort primär beworben wird. Dies waren einmal drei, einer ist dieser Runde auf nicht näher definierbare Weise „abhanden“ gekommen. Ob diese Person dort wohl schlussendlich doch etwas bemerkt haben könnte?

Um es einmal ganz klar zu sagen:

Das Forum, dass ich dabei anspreche, ist tatsächlich gar kein Rasseforum in üblichem Sinne, sondern nichts weiter als ein sehr dezidiert auf einen einzelnen Züchter und dessen Interessen ausgerichteter Kennel- Treffpunkt. Nur wird dies dort neuen Mitgliedern zunächst völlig verschwiegen, zumindest so lange, bis diese von selbst dahinter kommen. Dieser Treffpunkt von Personen mit einer lediglich zu einem einzelnen Kennel ausgerichteten Gesinnung, ist frei von jeglicher Neutralität gegenüber der Rasse. Diesen Eindruck hatte ich schon sehr früh, aufgrund entsprechend bezeichnender Hintergründe gewonnen. Die gleichen Intensionen werden natürlich auch gleichlautend von dem hauseigenen Verein vertreten, den wieder exakt der gleiche Kreis von Personen, ebenfalls mit gleicher Ausrichtung und Zielsetzung betreibt und vorsteht – und ebenfalls natürlich genau dort seinen Mittelpunkt hat.

Frei von jeglicher Neutralität ist dies die einzige Gedankenfreiheit, die von dort erwartet werden kann, innerhalb eines Versteckspiels um die Interessen und Absichten eines einzelnen Kennels.

Der Admin selbst wirbt dort tagtäglich für die eigenen Nachzuchten, und schreibt dazu nicht selten von sich selbst in der Dritten Person. Ist dies nicht fein?

Warum so kompliziert, warum dieses Versteckspiel, warum so umständlich?

Es wäre doch sehr viel einfacher und ehrlicher sich als Kennel- Club mit einem dazu fest gehörendem Forum zu begreifen UND auch genau in dieser Konstellation offen Stellung zu beziehen und aufzutreten.

Natürlich wäre dies auch weit weniger spektakulär, denn man verleiht sich ja nur zu gern mit einer gewissen Regelmässigkeit an sich selbst Orden. Erfolge, soweit diese überhaupt von aussen sichtbar wären, aber nie sind- zumindest konnte ich solche nicht feststellen, werden dann dem eigenen Verein zugesprochen, dessen publizistischer Sitz das Forum ist und dessen Kopf tatsächlich wiederum der Foren- Admin ist.

Man spricht dort also lediglich darüber, was man dort selbst als den eigenen Erfolg begreift und lobt diesen…

Ich kann im Moment nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es dafür auch eine medizinisch aussagekräftige Bezeichnung gibt?

So etwas nennt man schlicht und einfach, unverhohlene Eigenwerbung, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, mittels eines Mediums, dass doch eigentlich für alle Halter der Rasse, also auch für Halter mit Hunden aus anderen Kenneln und Vereinen unabhängig tätigt sein sollte/könnte/will? …was dort aber, wie beschrieben, leider nicht gegeben ist.

Unabhänge Rasseínfo, wo??…dort jedenfalls nicht!

…wie sollte dies dort auch möglich sein, wo nahezu sämtliche Verein & Foren- Mitglieder (der Kreis der Personen ist ebenfalls weitestgehend identisch) tagtäglich nur/allein & ausschliesslich den Vorgaben eines einzelnen Kennels – der wie gesagt, nebenbei zusätzlich auch einen eigenen Verein gründete hat und unterhält – mit gleichem Kopf zusätzlich Betreiber und Admin des besagten Forums ist, zuhören bzw. lesen können, was von dort aus „genehmigt“ u. letztlich auch in den gewünschten Umlauf, lediglich und einzig zu primären Vertriebszwecken bezüglich der kommenden, hauseigenen Nachzuchten gerät?

Da spielt es dann auch kaum noch eine Rolle, dass diese Hunde (bezogen auf den gültigen Rassestandard) schon fast bemitleidenswert aufgestellt und im direkten Vergleich zu reinrassigen Exemplaren vergleichbarer Züchter, optisch mehr als stark benachteiligt sind. Nicht ohne Grund plumpsten genau solche „Zuchterfolge“ im letzten Jahr durch die offizielle Körung. Zur angeblich besseren Gesundheit dieser Tiere möchte ich mich nicht weiter äussern, dazu hatte ich bereits ausreichend Gelegenheit festzustellen, dass auch daran natürlich nichts wahr oder auch nur am Rande zutreffend ist.

Von einer Unabhängigkeit bezüglich rassebezogener Sachfragen oder den dazu nötigen Standpunkten, kann bei solch einer Konstellation wirklich keinerlei Rede mehr sein, von einer etwas breiteren Information zur Rasse selbst, sowieso nicht, wer sollte dies dort auch mit dem dazu nötigen Sachverstand leisten können? …wieder der gleiche Personenkreis mit seinem recht merkwürdig ausgerichteten Selbstverständnis?

Nun kommen ich aber zur gängigen Praxis innerhalb eines solchen „Forums“.

Dort werden Welpenanzeigen mit etwa folgendem Wortlaut veröffentlicht:

Hier finden Sie Ihren Welpen…

Suchen Sie einen gesunden Welpen…dann…

Hier stellen verantwortungsbewußte Züchter ihre Welpen vor…

so ist es dort (mit oberem Hintergrund) allen Ernstes nachzulesen? Daran wäre grundsätzlich nichts ungewöhnliches, würde man die tatsächlichen Hintergründe nicht etwas besser kennen.

Zur Erinnerung: Es wirbt damit tatsächlich der Admin des Forums für seinen eigenen Kennel und spricht dabei von sich selbst in der Dritten Person. Gleichzeitig werden auch zwei andere Kennel als „verantwortungsbewusste“ Züchter genannt, in deren Haltung sich wiederum lediglich Hunde aus der Zucht des Admins befinden…

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>!!


Weiß man dort überhaupt was Verantwortung gegenüber einer Hunderasse eigentlich ist?


Primitive , überaus aufdringlich und platt formulierte Verkaufsabsichten immer nur bezüglich der eigenen Welpen gehören jedenfalls nicht dazu!

Unverantwortlich ist es für mich zum Beispiel, dass genau dort (bezeichnenderweise) ganz bewusst den Welpenkäufern verschwiegen wird, dass eben der in der sehr plumpen Welpenverkaufsanzeige genannte Kennel vor ca. 2 Jahren aus dem FCI ausgeschlossen wurde und dessen Kennelkarte aus gutem Grunde eingezogen und ungültig gemacht werden musste.

Dies wären demgegenüber dann die realen Fakten.

Kommentar:

Mein Standpunkt gegenüber solchen, ganz bewusst sehr undurchsichtig und lediglich indirekt operierenden und zweckverfremdet auftretenden „Konstellationen“ in der Hundezucht ist allgemein bekannt, man muss meine Ansichten natürlich nicht teilen. Ich würde jedenfalls immer unabhängige Meinungen einer von gewissen Zugehörigkeiten & Zwängen, möglichst frei von Einzel- Kennel- Vereinigungen und abhängigen „Standardparolen“ vorziehen.

Im Tibet werden Gebetsmühlen genutzt um den eigenen Glauben zu festigen, nicht um damit Umherstehende in seinen ganz persönlichen Bann zu ziehen. Solange ein Mensch für sich selbst entscheiden kann was ihm zusagt, was er ablehnt und wohin er tendiert, ist alles in Ordnung. Dazu bedarf es jedoch neutral gewonnener, möglicht sachgerechter Informationen. Solange Menschen verschiedene Standpunkte diskutieren, ohne jedes Übergewicht Einzelner – gern auch etwas kontroverser, ist allen und letztlich auch der Sache gedient.

Gebetsmühlenartig die eigenen (angeblichen) Vorzüge und Leistungen einem kleinen Kreis dazu Williger, unablässig zu wiederholen, ist sicher nicht der Sinn eines Rassehundeforums. Damit begibt man sich bestenfalls in die Sektenkultur und ist auch genau dort angekommen.

Wenn eine Gruppe also mit völlig von der allgemeinen Haltung abweichenden Standpunkten „Schilder“ und selbsterschaffene „Prädikate“ nutzt um Dritten einen Stellenwert zu suggerieren, der dieser Gruppe keineswegs zukommt, ist dies schlichtweg unehrlich. Die Gründe warum die Vertreter dieser Gruppe im grösseren Kreis der Rasseinteressenten & offiziellen Vertreter tatsächlich gar keinen Stellenwert mehr besitzen sind und bleiben selbsterklärend. Sie haben eine lange Vorgeschichte, haben nachvollziehbare Gründe und die Massnahmen die letztlich dazu führten, waren eine dringende Notwendigkeit.

Wer nachweisbar tierschutzrechtliches Verhalten praktiziert hat, der befindet sich früher oder später ausserhalb der geregelten Zucht, so einfach ist dies in Wahrheit. Wer dann ersatzweise seine eigenen Regeln aufstellt und erfindet, der setzt diesem mehrfach gezeigten Fehlverhalten lediglich seine ganz persönliche Krone auf.

Von „Verantwortung“ zur Rassehundezucht sollte dabei jedoch nicht mehr geredet werden.

Wer wirklich einen verantwortungsbewussten Züchter sucht, zumindest in allgemein gültigem Sinne, findet diesen wohl kaum oder erst ganz zuletzt im direkten Umfeld einer Person, die aus bezeichnenden Gründen eben nicht mehr Mitglied des FCI sein darf.

Man kann natürlich weiterhin auf die dort dringend benötigten, göttlichen Eingebungen, verspätete Einsichten oder eine gewisse Selbstreinigungskraft bezüglich tierschutzrelevanter Zuchtmethoden vertrauen & hoffen, sollte es aber nicht unbedingt.

Glauben kann man daran natürlich trotzdem.

Aus meiner Sicht hat man dort absolut nichts dazu gelernt. Ich fürchte, man hat nicht einmal begriffen warum man sich nun ausserhalb des FCI befindet? Heute möchte man glauben machen, dass die eigenen Ansichten als die bessere Alternative zur geregelten Zucht zu begreifen wären. Ich frage mich dabei nur was daran besser sein kann und wer dies tatsächlich noch glauben könnte?

Hunde sind Schutzbefohlene, genauso wie Kinder. Wer seine Machtposition gegenüber einer wehrlosen Kreatur zum persönlichen Vorteil ausnutzt und sich immer wieder über ein bereits nachgewiesenes, tierschutzrelevantes Verhalten stellt, zeigt das Verhalten eines unbelehrbaren Wiederholungstäters, dies ist Fakt. Solche Menschen nehmen in unserer Gesellschaft die Position von Aussenseitern ein, in der Hundezucht ist dies gottlob nicht anders.

Besser daran, aus der Sicht des oberen Bocks ist jedenfalls, dass man nun Kohlköpfe auch als solche behandeln kann, dies mag tatsächlich so sein. Dies ist aber nur innerhalb des selbst erschaffenen Umfeldes des Fall, und auch nur, solange die eigenen Kohlköpfe noch ein paar noch nicht abgefressene Blätter übrig haben. Danach ist für lange, lange Zeit fasten angesagt!

Innerhalb des FCI frisst man jedenfalls keine Kohlköpfe mehr, soviel ist sicher.

Wer die betreffende Welpenanzeige einmal im Original lesen möchte, auf die ich mich oben mit den geschilderten Hintergründen bezog, der fordert diese einfach bei mir an. Ich beziehe und erhalte so etwas der Nachwelt natürlich in Kopie.


Responses

  1. Es ist doch immer wieder herzerfrischend:

    Kaum war der Artikel online gab es schon recht bald einen der üblichen, anonymen Kommentare worin man mir, wie üblich, wieder einmal mit der Staatsanwaltschaft drohte.

    Wieso eigentlich? Soll man jetzt schon nicht mehr beschreiben dürfen, was wahr ist und tagtäglich von jedem anderen auch zu sehen ist, der dafür noch ungetrübte Augen besitzt?

    Darin teilte man mir weiter mit, dass man gern mal etwas „Interessanetes“ lesen möchte und meine Schulbildung wohl „umsonsts“ gewesen sein müsse…

    Zudem hätte ich nach Ansicht des anonymen Schreibers den Anspruch der „Do- Khyi Wissende“ zu sein.

    Nein, so ist dies natürlich nicht. Ich habe nur dort zwei offene Augen wo andere offenbar eine lichtdichte Binde tragen. Zudem kann ich nicht nur schreiben, sondern auch lesen.

    Ausserdem wüsste ich wirklich nicht was denn interessanter sein könnte als einer ganzen Gruppe von hoffnungslosen Ignoranten gelegentlich den Spiegel vor Augen zu halten?

    Ich kann an die Adresse des Schreibers nur anmerken, dass es kaum an mir liegt, dass all dies da oben nun einmal leider eine schon seit Jahren praktizierte Tatsache ist.

    Ich habe es mir weder ausgedacht, noch habe ich es zu verantworten.

    Was ich nicht so ganz verstehe:

    Wieso ist das was ich oben beschreibe nach Ansicht einiger Personen offenbar normal, dies zu bemängeln jedoch angeblich falsch?

    Und sonst hat man also zu seiner Verteidigung nichts weiter vorzubringen?

    Setzen, sechs!


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