Verfasst von: Felix Arnst | 7. November 2008

Standpunkt zu Tagträumereien und Jägerlatein

spitzeMan kann einen eigenen Standpunkt haben oder einnehmen, muss es aber nicht…

Was auf einigen Webseiten (und auch sonst) zum Thema Do Khyi zu lesen ist mutet nicht selten wie Tagträumerei an. Ich weiß nicht woher es kommt, aber es scheint so, als ob manche Menschen ihre eigenen Charakterschwächen und weitreichende, persönliche Unzulänglichkeiten viel zu sehr und zu weit auf das Hobby rund um den Hund ausdehnen. Den Hunden oder der Rasse dient dies sicher nicht, und soll es primär wohl auch kaum…

So ähnelt manch mangelhafter Standpunkt wohl eher einem ausgenommen schlecht eingeübten Drahtseilakt. Ist ja auch wirklich kein Problem, denn noch weiter abstürzen können solche Leute schliesslich nicht mehr.

Menschliche Eitelkeiten:

„Angler- & Jägerlatein“ gibt es selbstverständlich nicht nur in der Sportfischerei wo 20 cm Heringe gelegentlich zum 50 cm (oder noch grösseren) Seehecht mutieren, dem Reden nach jedenfalls. Jäger können soetwas bekanntlich auch recht  gut, dort werden manchmal mit einem einzelnen Schuss mehrere Hirsche (aus aberwitzigen Entfernungen) gleichzeitig erlegt, natürlich (wer hätte es auch anders erwartet) per sauberem Blattschuss.

Man könnte darüber schmunzeln, der Hintergrund solcher Verhaltensweisen ist jedoch nicht wirklich belustigend, sondern oftmals Ausdruck weitgreifender, personifizierter, tief verwurzelter, innerer  Unvollständigkeiten, vorhandener Defizite der dies ständig praktizierenden Personen.

Wenn ich also lese, dass eine Do- Khyi „Züchterin“ sich als solche begreift, lange bevor auch nur der erste Wurf  gefallen ist, und sich selbst der „Kunst“ des  Züchtens rühmt, da frage ich mich wo es dort wohl sonst noch höllisch schmerzen könnte?

Die Krönung sind jedoch Darstellungen wo jeder halbwegs aufmerksame Leser schon feststellt, wie albern diese im Grunde sind. Da werden aufgrund der entsprechend veranlagten Eltern und Großeltern (also genetisch bedingt) schwachknochige, leichte Hunde mittlererer Größe gezeigt, die angeblich 38 Kilo wiegen sollen, obwohl mittels dazu direkt nebenstehendem Foto sofort widerlegt ist, dass dies tatsächlich auch nur ansatzweise zutreffend sein könnte.

Der Verfasser solch eines ausgemachten Unsinns sollte doch besser einmal erklären warum der Großvater der betreffenden Hündin nicht einmal annähernd dem Rassestandard entspricht, kaum grösser als 60 cm ist und (als Rüde) sicher kaum mehr als magere 30 Kilo auf die Waage bringt…

Anstatt darin die Ursache zu suchen warum eine Hündin im Vergleich zu reinrassigen Exemplaren der Population viel zu leicht ist, getraut man sich doch tatsächlich die Gründe dafür auf eine angeblich ungenügende Ernährung im Umfeld zu schieben. Glaubt man dies dort tatsächlich auch nur ein klein wenig selbst?

Wie kommt es aber, dass sämtliche anderen Hunde (aus anderen Linien) die gleichzeitig am gleichen Ort mit dem betreffenden Tier gehalten und versorgt wurden normale Gewichte, eine normale Knochenstärke und eine normale Grösse entwickelt haben?

Dies an immerhin drei voneinander unabhängigen Orten an denen der Hund von völlig anderen Personen und mit wechselnden Futtersorten versorgt wurde. Warum entwickelten sich alle anderen Hunde dort normal…nur der Betreffende nicht?

Diese Fragen würden nur einen Sinn machen, wenn man nicht ohnehin wüsste was tatsächlich vom Wahrheitsgehalt solchen Aussagen zu halten ist.

Wenn man sich überhaupt nach dem Sinn solcher Märchen fragt, kommt man recht schnell zu dem Ergebnis, dass damit schlichtweg schmerzhaft vermisste Anerkennung angestrebt wird, leider auf Kosten der Realität.

Von den allesamt etwas untergewichtigen und unterdimensionierten Geschwistern (bis auf die scheinbar für Ausstellungen bewusst fett gefütterten, optisch etwas besseren Exemplaren) sollte man dabei besser gar nicht reden. Auch nicht von Tierärzten die sehr guten (regelmässigen) Kunden gegenüber seit über 20 Jahren ebenso regelmässig überaus freundliche Befunde ausstellen.

Manche „Befunde“ verdienen daher sicher auch das Prädikat „Fabelhaft“!

Schuld an solch einer völlig unzutreffend illusionär und selbstgefälligen Beschreibung von tatsächlich eher abwegigen oder teilweise völlig unzutreffenden Sachverhalten, hat natürlich grundsätzlich die Person die diese richtig und zutreffend beschreibt, auch dies sehe ich und bestimmt auch jeder andere Leser hier, natürlich vollkommen ein.

Oder sind es nicht doch auch die Personen ein Stück weit mit schuld, die sich ständig solche fetten Bären aufbinden lassen und sich trotzdem dabei scheinbar wohl fühlen?

Oder auch alle die, die ganz genau wissen was dies tatsächlich für ein völlig verrücktes Possenspiel ist, jedoch geflissentlich dazu schweigen? Wobei mir gerade einfällt, dass ich das Thema des dekadenten Opportunismus ja bereits diverse Male angeschnitten hatte.

Scheinbar ist also auch alles dies in heutigen Tagen offenbar einzig eine Frage ganz persönlicher Standpunkte. Immer mehr stelle ich mir die Frage, ob die Bezeichnung des Opportunismus tatsächlich immer noch die von mir beobachtete Tendenz und Situation trifft?

Warum dies so ist bzw. ich dies nach über 10 Jahren Recherche und meinen eigenen Erfahrungen so empfinde, beschreibe ich mit einem der nächsten Artikel, der sich mit der überaus mangelhaften Grundordnung bzw. den tatsächlich völlig unzureichenden Rahmenbedingungen in der Rassehundezucht beschäftigen wird.

Abschliessend noch ein Tipp:

Zitat:

„Planen Sie aber auch Rückschläge ein – die mag unser Schweinehund am liebsten. Gesundheitliche Wehwehchen, Stress oder persönliche Krisen werfen uns oft in ein altes Verhaltensmuster zurück. Nehmen Sie sich in solchen Fällen viel Zeit und entspannen Sie in der Sauna oder mit autogenem Training. Essen Sie gerade in diesen Situationen viel Obst, Gemüse und Getreideprodukte, so kommen Sie schnell wieder in Balance – von Charakterschwäche keine Spur!“

Quelle:

Alles wird gut, man muss es nur wirklich wollen…


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