Verfasst von: Felix Arnst | 1. Oktober 2008

Die Mongolei ist doch schon längst überall!

Ja, so ist das!

Besonders in Deutschland findet man bereits seit nahezu 10 Jahren (fast) – Do- Khyi die nur noch entfernt an ihre einstigen Stammväter aus dem Tibet und dem angrenzenden Nepal erinnern.

In den letzten Jahren ist mir dies ganz verstärkt auffällig geworden. Typvolle Hunde aus den alten, bekannten Linien werden immer seltener, stattdessen werden vielerorts Hunde gezeigt, wo sich mir so manche Frage sofort aufdrängt.

Dabei rede ich nicht nur von angeblichen Do- Khyi deren Elterntiere zusammen mit Neufundländern in einem Kennel gehalten wurden, oder von roten (etwas zu klein wirkenden) Hunden aus französischen Linien, die mit blauen Flecken auf der Zunge ungehindert Körungen passieren, sondern von Hunden die mit aller Macht als Do Khyi bezeichnet und ausgegeben werden, obwohl sie keinesfalls dem gültigen Rasse- Standard entsprechen.

Oben sehen wir einen typischen Vertreter solcher Hunde. Nur dass man dort ehrlicherweise zugibt, dass es keine Do- Khyi sondern mongolische Hunde aus der ehemaligen Abstammung des Do- Khyi bzw. TM sind. Diese Hunde haben in Russland nun sogar einen eigenen  Standard. Warum macht man sich ausgerechnet dort die Mühe zur Unterscheidung, wenn dies doch mitten in Europa offenbar niemand für wirklich wichtig erachtet? Dort ist man also tatsächlich so fair und gibt diese Hunde nicht als „etwas“ aus, was sie tatsächlich keinesfalls sind.

Mongolian sheep-dog

ist sicher eine interessante und zutreffende Bezeichnung für Hunde, die ursprünglich vom TM aus den Hochlagen des Tibet abstammen und auch noch sehr entfernt mit diesen verwandt sein werden.

Nur sind es definitiv keine Do- Khyi!

In Deutschland und einigen anderen Ländern ist dies leider ganz anders. Hier und dort werden ohne mit der Wimper zu zucken die merkwürdigsten Mischlinge als reinrassige Do Khyi verkauft, ohne dabei auch nur die geringsten Skrupel zu entwickeln. Auf angebliche Original- Do- Khyi- Importe aus dem Tibet, die dann anschliessend noch nicht einmal annähernd ähnlich aussehen wie diese Hunde hier, will ich gar nicht mehr abheben.

Es gibt sogar „Rassekenner“  die vor gar nicht so langer Zeit noch öffentlich im Internet behaupteten, dass solche Hunde doch Do- Khyi wären und nahezu identisch mit den eigenen Hunden seien, herzlichen Glückwunsch zum mongolischen Schäferhundmischling! – denn es sind ja nicht einmal reinrassige Mongolian sheep-dog von denen man annimmt, dass es Do Khyi sein könnten.

Was sind es denn aber nun eigentlich für Hunde, die weder Mongolien sheep-dog noch Do- Khyi sind, sondern „irgendetwas“ dazwischen, dahinter oder daneben?

Ganz einfach: Umständlich importierte Verwandte der Street-dogs, wie sie im Heimatland zu Hunderttausenden vorkommen, Mischlinge, Strassenhunde, die man so unaufmerksam war als angebliche  Do- Khyi Welpen von dort in unser Land zu bringen, so wie man diese hier in vielfältiger Variation betrachten kann.  Wobei man aber in der Lage sein sollte, die Do- Khyi die dort ebenfalls abgebildet sind, mit diesen nicht zu verwechseln! Solche Hunde machen dort zu über 90% den Bestand aus und wurden von einem einzelnen, völlig depperten möchtegern „Rassekenner“, vor ca. 10 Jahren in die hiesige Zucht eingebracht.

Nun wissen die Personen, die von solchen Aussagen überzeugt sind/waren, was dort für ein ausgemachter Unsinn erfunden und seither verbreitet wurde, oder etwa immer noch nicht?

Und nun?

Völlig Skrupellos ist dies in Bezug zur immer weiter verpanschten und vermischten Population – und auch – gegenüber den gutgläubigen Käufern solcher Hunde, denen man hierzulande damit eine ausgesprochen freche Mogelpackung als seltenen „Rassehund aus dem Tibet“ andreht, dies bereits seit Jahren!

Dies ist jedoch nur möglich, weil sich die Personen, die sehr genau darum wissen – sich nicht dazu äussern, die Verkäufer und Produzenten solcher Hunde schon gar nicht. Überraschender Weise aber auch nicht die anderen Züchter, denen diese Umstände sicher ebenso auffällig geworden sein dürften wie mir.

So bringt diese vornehme Zurückhaltung gegenüber solchen Machenschaften nicht nur die Rasse um, sondern erübrigt schon mittelfristig jede gegenteilige Bemühung auf  breiter Zuchtebene.

Wie weit diese neu kreierten Rassen vom typvollen & ursprünglichen, tatsächlichen Do- Khyi schon jetzt allein schon visuell entfernt sind, wird in ein paar Jahren kaum noch jemand feststellen können, da dann die Hunde der alten Linien nicht mehr existent sein werden.

Hinzu kommt, dass die Scharlatane, die solche oder ausgesprochen ähnliche Hunde als Do Khyi in die Population mischen, leider sehr viel geschäftstüchtiger sind, als dies viele Hobbyzüchter und tatsächliche Liebhaber der Rasse je sein werden.

Den Personen, die heute schon einen ähnlichen Hund an der Leine halten, sollten spätestens jetzt so langsam die Augen aufgehen.  Oder leistet man sich auch weiterhin lieber blind zu bleiben, da nicht sein darf, was nicht sein sollte? An wen mich solche Hunde zuerst erinnern, brauche ich sicher nicht unbedingt deutlicher zu beschreiben.

Es ist eine Schande was sich manche Leute immer noch für einen Mega- Bären aufbinden lassen, manche (besonders Gutgläubige) sogar drei Mal hintereinander. Wenn ich drei solcher Hunde im Hause habe und immer noch glaube Do – Khyi zu besitzen, sollte man es vielleicht doch wirklich besser mit Kanarienvögeln versuchen? Ganz abgesehen davon, wie unsinnig es ist sich bei einer derart engen Population drei Hunde aus gleichem Kennel anzuschaffen, muss man doch geradezu betäubt gegenüber jeglicher Vernunft oder abseits jeglicher genetischer Kenntnis sein, solch einen ausgemachten Blödsinn an den Tag zu legen. Eigentlich ist es fast schon zum Lachen, wie überzeugt die Käufer solcher Hunde doch anschliessend tatsächlich auch noch sind, einen oder mehrere „Do Khyi“ ?? erworben zu haben.

Nachfolgende, in rot gekennzeichnete Passage wurde aufgrund eines gerichtlichen Vergleiches geändert, der die Gegenseite eine beträchtliche Summe offenbar umfassend überflüssigen Geldes und auch Zeit gekostet haben dürfte, mir entstanden dadurch keinerlei Kosten. Man hätte mich auf Klägerseite sicher gern zu „sonstwas“ verurteilt gesehen  …nur konnte nicht einmal das zuständige Gericht den Standpunkten der Gegenseite entsprechen, wie sich nach eingehender Verhandlung der strittigen Punkte sehr deutlich gezeigt hat. Da ich im Grunde ein durch und durch friedfertiger Mensch bin, ändere ich nachfolgend die umstrittene Passage weit über den Vergleichsrahmen hinaus ab, möglicherweise kann man nun im Saarland (und auch sonst überall) etwas besser schlafen, dies scheint mir ohnehin die dort bestbeherrschte Disziplin zu sein:

Dies scheint immer noch, bei tatsächlich kaum möglicher Abstammung dieser Hunde, bei einigen Personen der Fall zu sein. Für mich bleibt es schlichtweg nicht nachvollziehbar womit / oder wodurch diese Personen ihre Ansichten  fachlich untermauern oder gar Dritten gegenüber argumentativ vermitteln möchten, dies ist nämlich schon mit kynologischem Hintergrund definitiv nicht möglich. Gleichwohl wünsche ich dort auch für die Zukunft viel „Selbstüberzeugung“ und eine ordentliche Portion Illusion zu dieser kaum glaublichen Haltung, denn sicher ist diese nur auf solchem Wege zu erhalten und Dritten gegenüber halbwegs glaubhaft zu rechtfertigen. Wer den Dornröschenschlaf zu diesem Thema gern weiter betreiben oder vermittelt sehen möchte, der soll gern darin seinen Seelenfrieden erleben.

Glauben und Wissen scheinen diesen Punkt betreffend immer noch ähnlich weit voneinander entfernt, wie konologisches Grundlagenwissen und der nächste durch Sonden geplante Marsbesuch

So ist es nicht immer nur der Glaube, der des Menschen Königreich zu sein scheint, Illusion, Uneinsichtigkeit und Opportunismus nehmen offenbar nicht selten ersatzweise den gleichen Platz ein.

Wie gut, dass es noch ein paar Menschen gibt, die nicht nur Augen im Kopf haben und abweichende Proportionen beurteilen können, sondern sogar in der Lage sind ein völlig fehlendes, typisches Gangwerk zu bemerken. Vom völlig abweichenden Wesen gegenüber typischer Do- Khyi möchte ich an dieser Stelle schon gar nicht mehr reden.

Nur für den Fall, dass sich kaum noch jemand daran erinnern kann wie ein Do- Khyi tatsächlich aussieht, zeige ich zum Vergleich einmal einen unserer Hunde:

Wem die geradezu krassen Unterschiede in Grösse, Gebäude, Fanglänge & Beschaffenheit, Schädelform, Knochenstärke sowie Felllänge an Rute & Mähne nicht überdeutlich auffällig werden, auch in Bezug zu den Hunden die ich sekundär ansprach, der muss wohl mit Blindheit geschlagen sein.

Grundsätzlich kann man bei Personen die solche und ähnliche Hunde (wie weiter oben hinlänglich beschrieben) hierzulande tatsächlich immer noch für Do Khyi halten und die schon augenscheinlichen Rasseabweichungen unbedingt und vehement verteidigen, nur feststellen, dass diese auch genau solche Hunde besitzen sollten.

Nur sollte man dabei nicht einmal mehr von Do- Khyi reden.

Bildquelle und mehr…


Responses

  1. […] https://dokhyi2008.wordpress.com/2008/10/01/die-mongolei-ist-schon-langst-uberall/ […]

  2. […]  https://dokhyi2008.wordpress.com/2008/10/01/die-mongolei-ist-schon-langst-uberall/ […]


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