Verfasst von: Felix Arnst | 19. Mai 2008

Doping in China: Gefeuerter National- Trainer züchtet jetzt Do Khyi…

Nachtrag aus dem Vorgängerblog:

Fabriken für Hormone, Spritzen in Sportschulen und die ständige Angst vor Aufklärung “Chinas Sport“ hat sich selbst abhängig gemacht:

Irgendwie ist es doch oft und immer wieder die gleiche Klientel, die sich unserer Hunderasse annimmt, und dies nicht nur in Asien.

Hierzulande ist seit vielen Jahren Streit innerhalb der Rasseszene, eigentlich zu allen die Hunderasse betreffenden Themen.

Als ich den unteren Artikel las kam mir der Gedanke, dass es doch irgendwo gar nicht wirklich verwunderlich ist, dass sogenannte „Normalos“ irgendwann Probleme mit Personen bekommen müssen, die sich schon beruflich bedingt, über Jahre hinweg etwas „andere“ Umgangsformen und Denkweisen zu ihrem eigenen Tun und dem Umgang mit Mitmenschen angeeignet haben…

Wer viele Jahre verkauft, was andere Menschen im Spiegel betrachten, hat sicher über die Zeit einige Standpunkte und Umgangsformen verinnerlicht, die etwas von der Norm abweichen dürften.

Natürlich ist dies solchen Menschen nicht einmal mehr wirklich bewusst.

Hier ein Auszug aus einem kritischen Artikel, der sich mit China, der Olympiade, Doping und den politisch- wirtschaftlichen Hintergründen befasst:

„Bliebe nachzutragen, was aus dem rücksichtslosen Wundertrainer Ma Junren, dem Vorgänger von Wang Dexian, geworden ist, nachdem ihn die Sportführung ins Aus gesetzt hatte.
Ma Junren ist nach Peking gegangen und hat eine Zuchtstätte für tibetische Doggen eröffnet. Einst hatte Marco Polo diese imposante, offenbar von den Hochebenen des Himalaya stammende Hunderasse beschrieben als eselsgroß und vorzüglich zur Jagd wilder Tiere geeignet.

„Diese Zuchtbranche wird der Volkswirtschaft sicherlich einen immensen Gewinn bescheren“ meint der mittlerweile 65-järige Ma Junren.

128 reinrassige tibetische Doggen hat er bereits gezüchtet.“

Quelle und mehr…

————————————

Das obere Prädikat „Reinrassig“ bezweifele ich zunächst einmal, nach dem diversen Bildmaterial welches uns seit Jahren zu jungsten chinesischen Nachzuchten vorliegt. Ausnahmen werden aber auch dort die Regel sein. Dies ist jedoch nicht der Beweggrund, warum ich diesen Artikel heute online stelle:

Ich kenne einige Züchter, die hierzulande (weit ausserhalb einer üblichen, steuerbefreiten Hobbyzucht) eine ganze Reihe mehr Welpen verkauft haben, ohne jemals dafür auch nur einen einzigen Cent an Steuern entrichtet zu haben. Aber darauf komme ich später zurück. Insofern braucht man nicht bis nach Fernost zu schauen um die ersten Gleichungen zu entdecken.

Für mich macht es keinen wirklichen Unterschied, ob ein ehemaliger National Trainer aus China seine Schützlinge per Förderung von Doping ins Abseits bugsiert und damit seine berufliche Reputation und sich selbst verkauft hat, oder ob sich Personen mit der Do Khyi Zucht befassen, für die das Verkaufen der eigenen Person schon immer eine tägliche Übung war.

Daher wundert es mich ausnehmend wenig, dass seit nunmehr Jahrzehnten erhebliche Spannungen innerhalb der nationalen Rassehundeszene unübersehbar blieben und auch bleiben werden.
Menschen die wie oben in einem ganz anderen, eigentlich wesentlich wichtigeren Umfeld der Korruption unterlagen, werden ein solches Verhalten in der Hundezucht, die bisher in diesen Ländern (nach westlichen Maßstäben) eher unkontrolliert ist, sicher kaum ablegen.

Mit solchen Leuten in der Front wird die Hunderasse immer weiter Substanz einbüssen, hierzulande ist dies, mit nur wenigen Ausnahmen schon länger so. In den letzten 10 Jahren konnte man nicht mehr ehemals gesund vorhandenes, genetisches Potenzial zerstören, als dies in diesem Zeitraum von vielen Seiten gleichermassen stetig geleistet wurde.

So ist der in oberem Artikel zum Doping im Leistungssport geschilderte Zusammenhang und die damit verbundene Skrupellosigkeit auch in Bezug zur Do Khyi Zucht weltweit vergleichbar. Mit der gleichen, ignoranten Haltung wird verpaart, eingekreuzt und verzüchtet, was der Geldbeutel für die späteren Welpenverkäufe verspricht. Ebenso zielstrebig wie skrupellos setzten sich einige Züchter über alles hinweg, was eine kontrollierte, nach gesundheitlichen Grundsätzen angelegte Zucht eigentlich erfordern würde.

Und die, die 7 Webseiten zu einem einzigen, längst von der FCI annulierten Kennel betreiben, sind nur die Spitze des Eisberges. Andere Züchter gehen da sehr viel überlegter und unauffälliger vor, sind nie im negativen Gespräch und verkaufen unbehelligt Welpen, die zwar noch nach Do Khyi aussehen, aber gewiss nicht mehr bei genauerem Hinsehen.

Ich denke, wer diese Hunderasse wirklich liebt, der kann und darf in diesen Jahren gar nicht als Züchter tätig werden, will er nicht in ständige Konfliktsituationen mit dem eigenen Gewissen und seinen späteren Welpenkäufern gelangen. Zumindest gilt dies für das Gros der Hunde, die immer noch von völlig verantwortungslosen Züchtern in die Weiterzucht gelangen.

Aber ein tatsächliches „Gewissen“ ist ja bekanntlich nicht überall vorhanden, so wenig, wie in beinahe jeder Sportart auf unserem Globus Doping- Aktionen und -Vorfälle jemals unterlassen würden.

Beste Grüße,
Felix Arnst

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