Verfasst von: Felix Arnst | 9. Mai 2008

Alter und Erfahrung!??

HotSpot zum Thema: Alter und Erfahrung

Ja, dies sind Eigenschaften die nicht selten und gern miteinander verbunden werden. Nur sollten Erfahrungen nicht durchweg negativ sein, um als solche bewertet und sichtbar werden zu können. Manchmal werden diese Begriffe aber auch einfach nur sachverfremdet angewandt, besonders wenn diese möglichst als Prädikat herhalten sollen. Was manche Züchter als Erfahrung bezeichenen, und was wirklich dahinter verborgen ist, damit befasst sich dieser Artikel etwas näher. Eine etwas genauere Betrachtung mancher wohlgefälliger Formulierungen ist immer dann nötig, wenn die tatsächliche Substanz des Hintergrundes völlig konträr zu den Aussagen steht, die öffentlich verbreitet werden um eigene Handlungen zu beschönigen, zu verschweigen oder bis zur Unkenntlichkeit zu verfremden . Dies ist nicht nur sehr unehrlich, sondern dem gesamten Umfeld und unbedaften Welpenkäufern die man aus dem WWW anlocken möchte, schon im Vorfeld gegenüber schlichtweg unredlich!

Eben habe ich eine Webseite, ganz tief versteckt im WWW gefunden, wo man genau die beiden oberen Begriffe benutzt um dem Besucher eine besondere Zucht- Kompetenz zu suggerieren. Diese Webseite steht aber lediglich als Muster zu einigen anderen Webseiten, die von dem gleichen Kennel mit gleichem Hintergrund völlig realitätsfremde Aussagen zur eigenen züchterischen Kompetenz enthalten.

Dort steht, Zitat:

„Zur gefälligen Kenntnisnahme – Kurz-Info über meine Zuchtstätte:
 
…meine Zuchtstätte ist die älteste Deutschlands, und eine der ältesten weltweit. Als verantwortungsvolle Züchterin, die immer um die Gesundheit ihrer Do Khyis bemüht war, und die Ursprünglichkeit dieser Rasse mit allen Facetten erhalten wollte…, war es mir aus Gewissensgründen nicht mehr möglich, weiterhin Mitglied im KTR e.V. zu bleiben.

Und weiter:

Derzeit züchte ich beim ….dem Verein, der die größte Do Khyi-Datenbank weltweit besitzt, der als einziger ein Zuchtprogramm vorweisen kann und an Studien teilnimmt sowie eine Blutdatenbank für z.B. genetische Abstammungsnachweise systematisch aufbaut. Beim …..können Sie sich daher auch sicher sein, daß die über diesen Zuchtverein ausgestellten Ahnentafeln inhaltlich stimmen. Tierärztliche Gesundheitszertifikate (HD,ED, Schilddrüsen- und Augenuntersuchungen u.s.w.) können unsere Welpeninteressenten jederzeit einsehen!“

Kommentar:

Zur gefälligen Kenntnisnahme…

Alter scheint vor Torheit nicht zu schützen!

So schreibt tatsächlich eine Züchterin die nachweislich entgegen der gültigen Zuchtbestimmungen eine weit über 8 Jahre alte Hündin zur Zucht eingesetzt hat und aus solchen gründen den FCI verlassen musste?

Ja, man betreibt eine der ältesten Zuchtstätten…(und wie immer nicht zu vergessen) weltweit. Da werden sich sicher wieder die Züchter freuen, die schon um einiges länger dabei sind?

In vielen Arbeitszeugnissen steht ebenfalls „der Mitarbeiter war bemüht…“ was im Klartext heisst:

Der/ die Gute hat bestimmte Zielvorgaben des Hauses nie erreicht, trotz der Bemühungen darum…

Als ehemaliger Betriebsratvorsitzender ist man zu solchen, im Personalwesen gängigen Formulierungen geschult und weiß was diese tatsächlich aussagen sollen. Im genannten Beispiel handelt es sich jedenfalls keineswegs um ein Kompliment des Arbeitgebers.

Bei der angesprochenen Zuchtstätte sieht es (obwohl die Nutzung des Begriffes wohl eher unbedarft war) tatsächlich genau so aus. Man war vielleicht anfänglich bemüht, hat das selbst anvisierte Ziel jedoch tatsächlich nie erreicht. Auch merkt man natürlich im Text nicht an, dass man den Weltdachverband wegen klaren Regelverstössen gegen die Zuchtordnung unfreiwillig verlassen musste…und daher ersatzweise selbst den zitierten Verein gründete, den Verein von eigenen Gnaden sozusagen. Wo möglicherweise die Inhalte der Ahnentafeln stimmen mögen, diese jedoch nirgendwo auf dem Erdball eine Gültigkeit besitzen, nicht einmal im eigenen Lande, ausserhalb des etwa 20köpfigen Vereins.

Als Vergleich sollte man dazu die Mitgliedzahl des oben genannten, tatsächlich für die Zucht von Do Khyi zuständugen Verein nennen, dort sind es nahe 800 Mitglieder. Mitgliedzahlen als solche sind gewiss kein Prädikat, kaum Mitglieder jedoch noch viel weniger. Auch gibt es dort lediglich eine einzige aktive Züchterin, die Schreiberin selbst.

Das man aus der Sicht des FCI und VDH gar keine Züchterin mehr ist, da die Kennelkarte des oben im eigenen Text verwendeten (ehemaligen FCI Kennel) Kennel wegen der beschriebenen Umstände eingezogen werden musste, erfährt ein Welpeninteressent dort natürlich nicht. Innerhalb des VDH werden solche Zuchtstätten als wilde Zuchtstätten und Hundevermehrer bezeichnet, da dort der Willkür Tür und Tor geöffnet ist, tatsächlich zum Wohle der Rasse durchgeführte Kontrollen durch eine neutrale Stelle – der dortigen Zuchtverhältnisse finden nicht statt.

So hören sich auf dieser Webseite Zustände, die zum Kick aus dem FCI führten doch tatsächlich fast wie ein Ruhmesblatt an …dies dann auch noch in Gesellschaft des Wortes „verantwortungsvoll“?

Unter Verantwortung verstehe ich etwas anderes, besonders wenn es darum geht einem unbedarften Welpeninteressenten nicht schon mit den ersten Sätzen seiner Webseite suggerieren zu wollen, was sich in Wahrheit leider ganz anders darstellt.

So ist man an dieser Stelle des Internet tatsächlich in die Jahre gekommen, aber Kompetenz beschreibt sich anders in Bezug zu ALter & Erfahrung, …ganz anders.

Über die Kompetenzen, die tatsächlich in manchem (leider nicht in Ehren) ergrauten Kennel vorliegen, und in Wahrheit ebenfalls alles andere als ein positives Merkmal sind, schreibe ich aber später noch etwas.

Anmerkung:

Hier geht es nicht darum einen bestimmten Kennel zu diskreditieren, sondern darum, dass sich mancher Kennelbetreiber in einer Weise selbst darstellt, die ihm keinesfalls zusteht. Bei oben beschriebenem Kennel ist dies leider schon eine ganze Weile eine Tatsache. Von einer objektiven Darstellung dieses Kennel ist der dort verwendete Text um Lichtjahre entfernt.

Und was den Aufbau der Blutdatenbank angeht, so wird diese dort als solche „zum Nachweis genetischer Abstammungen“ beschrieben die dieser Verein aufbauen soll/will, möchte, viell. irgendwann vorhat?

Ich dachte immer die Uni Hannover „baut“ an dieser nun schon seit fast zwei Jahren immerwährenden Baustelle?

Warum wurde mir und anderen vor einigen Wochen noch ausdrücklich mitgeteilt, dass dies eine Studie zur teilweise vorkommenden Epilepsie sein soll und diese völlig unabhängig  von Vereinen durchgeführt würde? Ist man dort nun Auftraggeber einer Studie oder visiert man eine Blutdatenbank mit genetischem Hintergrund an?

Ist diese oder (beide?) Studie/n nun unabhängig?? oder etwa eher doch nicht…obwohl man dies nun ausdrücklich möglichen Teilnehmern schriftlich mitteilte?

Wer erst vor knapp zwei Jahren den FCI unfreiwillig verlassen musste, sollte sich in solchen Fragen im Internet gewiss etwas transparenter zeigen, sich etwas in Zurückhaltung üben und nicht derart zweideutig und unglaubwürdig auftreten. Gerade Personen die vorher aus den genannten Gründen den Weltdachverband verlassen mussten, legen mit solch einem Verhalten solch einen Makel nicht ab, sondern bauen diesen deutlich weiter aus. Mit einem offiziell völlig unbekannten und im FCI nicht existenten „Zuchtprogramm“, dass daher für die Population gar nicht anwendbar ist, wird man der Rasse sicher sehr helfen können.

Aus meiner Sicht sind dies für die bestehende Population nicht wirklich nutzbare Tagträumereien, nichts weiter.

Ein einzelner Züchter mit rund 20 mühsam mobilisierten Welpenkäufern möchte also tatsächlich Einfluß auf die weltweite Do Khyi Zucht nehmen, ohne dabei im FCI oder einem anderen Verband Mitglied zu sein?

Allein dieser Gedanke ist für sich berachtet schon völlig lächerlich. Es gibt allerdings tatsächlich Menschen, die seit nunmehr 2 Jahren davon beseelt sind- jedoch ebensolange auf der Stelle treten und sich gegenseitig die Füße dabei ledieren.

Schade selbst schon um die Zeit, nur eine Zeile darüber dort zu lesen. Ich glaube kaum, dass es hilfreich wäre solche „Erfahrungen“ (Zuchtsperre) teilen zu wollen, das Alter und die Sinnlosigkeit solcher Ansätze kommt dagegen von ganz allein. Dessen kann man sich dort einzig sicher sein.

Beste Grüße,

Felix Arnst

 


Responses

  1. […] die Nächste, was mit Hintergrund zu einer Hunderasse ja auch unwahrscheinlich wichtig ist. Die Kennelkarte wurde trotzdem jemand anderem entzogen, nicht […]

  2. […] vor Jahren und zuletzt erst noch vor Monaten habe ich genau gesagt wo das Problem liegt. Dieses kann dort aber gern noch einmal etwas aufmerksamer nachgelesen […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: