Wer viel im Internet unterwegs ist, wird sicher festgestellt haben, dass es reichlich Webseiten gibt, in denen es vor Schreibfehlern nur so wimmelt. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, da die meissten Webmaster bei recht gutem Grammatik- und Rechtschreibvermögen frei schreiben. Bei Blogkommentaren oder Forenbeiträgen sieht es zumeisst noch sehr viel schlimmer aus, weil diese oft recht schnell in die Tastatur gehämmert werden. Wer eine Computertastatur einigermassen beherrscht schaut während des Schreibens nicht darauf, sondern auf den Bildschirm. Bei meinen Fingern kommt es recht oft vor, dass ich doppelte/nebenliegende Tasten mit anschlage oder die “Weitertaste” mit meinem Anschlag nicht mitkommt. So entstehen dann Wörter wie fRau oder soetwas. Manchmal übersehe ich dies oder schlage nebenstehende Tasten an, ohne es zu bemerken. Eigentlich lese ich jeden von mir geschriebenen Text anschliessend noch einmal kurz durch, bevor ich ihn online stelle.
Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass ich gerade in selbst Geschriebenem Fehler nicht sehe, weil ich das einzelne Wort und die Satzstellung im Kopf habe und visuell nicht mehr wirklich punktuell wahrnehme. All dies sind Buchstabendreher oder Fehlanschläge und haben nichts mit fehlenden Rechtschreibkenntnissen zu tun. Auch bei mir ist es jedoch so, dass ich bei fremden Texten sofort jeden Schreibfehler entdecke, weil man diese einfach wesentlich aufmerksamer verfolgt.
Anders sieht es jedoch aus, wenn Personen ideopathisch statt idiopathisch schreiben, dann ist es eine klare Rechtschreibschwäche, die dem Schreiber nicht einmal bewusst ist. Dies ist eigentlich auch nicht weiter schlimm, denn wie oft verwendet man solche Wörter? Ich muss bei sotetwas auch immer erst nachsehen, wie es tatsächlich geschrieben wird. Wenn ich aber ganz bewusst einen Text zu einem Sachthema verfassen will, muss man auch in der Lage sein die dort benutzten und häufig verwendeten Fachbegriffe richtig schreiben zu können. “Natürlich” war auch dieses Beispiel wieder mir aufgefallen, als ich den Text damals las. Einige werden sich noch an diese “Rechtschreibkünstlerin” erinnern. Wenn man die Person etwas länger kennt, bzw. frühe Webseiten von ihr gelesen hat, wundert dies nur noch wenig.
Bemerkenswerterweise fallen solchen Leuten aber Flüchtigkeitsfehler in fremden Texten auf, ohne jemals die eigene, tatsächlich vorhandene Rechtschreibschwäche, in den eigenen Texten zu bemerken.
Hier ein “Fallbeispiel”, dass ich erst kürzlich im Internet gefunden habe:
Beispieltext, Zitat:
“Indem man total verzehrte und wirklichkeitsfremde Darstellungen veröffentlicht, und diese auch noch selber unter Nicknames mit immer den selben Schreibfehlern kommetiert, wollen die Seitenbetreiber eine positive Resonanz vortäuschen, die gar nicht existiert”
Dieser Satz steht nun seit über einem Jahr im Internet und ist also tatsächlich noch keinem aufgefallen, obschon seine “Besonderheiten” doch eigentlich ins lesende Auge fallen müssten?…dies war aber wohl weder bei der Schreiberin, noch bei den Lesern der Fall? Den Rest dieser Webseite möchte ich nicht kommentieren, es lohnt nicht mehr.
So finde ich doch tatsächlich selbst bei nur oberflächlicher Betrachtung gleich zwei Rechtschreibfehler und ein falsch gesetztes (überflüssige) Komma.
Drei Fehler in nur einem Satz.
Es sind halt oftmals gerade die, die es selbst nötig hätten korrigiert zu werden, die sich gern zu anderen Personen negativ äussern - aber dies ist ja schon im Kindergarten und auch zu ganz anderen Themen so.
Also verzehren würde ich mich nicht danach, so ein Gesumse wie oben zu behaupten, wenn ich es nicht einmal richtig schreiben könnte.
Daher gilt auch in Bezug zur Rechtschreibung:
Immer erst einmal vor der eigenen Türe tüchtig kehren! Dabei hält doch heute fast jede Folkshochschule entsprechende Hilfestellungen für diese Art von Problem bereit.
Beste Grüße,
F. Arnst
Veröffentlicht in Mensch und Mensch, Pflege und Ausbildung, Realität, nur so... | Schlagworte: Grammatik, Rechtschreibschwäche, Rechtschreibung






